Am 26. Januar 2024 veranstaltete die südkoreanische Regierung unter Leitung von Yoon Chang-ryul, Chef des Amtes für Regierungskoordination, die Auftaktzeremonie für die öffentliche-private Anti-Terror-Innovations-Taskforce (TF) im Regierungskomplex Seoul. Die Gründung dieser TF fällt mit dem 10-jährigen Jubiläum des Anti-Terror-Gesetzes und der Nationalen Anti-Terror-Kommission zusammen und zielt darauf ab, das nationale Anti-Terror-System grundlegend zu überprüfen und zu verbessern. Angesichts der rasanten Entwicklung terroristischer Bedrohungen, die zunehmend KI, Drohnen und Cybertechnologien nutzen, wurde die Notwendigkeit einer umfassenden Überarbeitung der bisherigen Maßnahmen immer dringlicher. Die Regierung setzt nun auf eine enge Zusammenarbeit zwischen zivilen Experten und Behörden.
Die TF wird gemeinsam von Lee Man-jong, Präsident der Koreanischen Gesellschaft für Terrorismusforschung, und Park Won-ho, Leiter des Anti-Terror-Zentrums, geleitet. Sie ist in drei Untergruppen gegliedert: Recht und Regulierung, Anti-Terror-Expertise sowie Organisation und Budget. Insgesamt gehören der TF etwa 30 Mitglieder an, darunter 20 zivile Experten sowie Vertreter des Geheimdienstes, der Polizei und des Militärs. Zu den wichtigsten Themen zählen die Neudefinition von Terrorismus, die Systematisierung von Ermittlungsverfahren, der Schutz der Menschenrechte, die Überprüfung der Organisationsstruktur und die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit.
Yoon Chang-ryul betonte bei der Zeremonie, dass jetzt der richtige Zeitpunkt sei, um kritisch zu prüfen, ob das südkoreanische Anti-Terror-System aktuellen und zukünftigen Bedrohungen gewachsen ist. Er hob hervor, dass die TF keine formale Überprüfungsinstanz sei, sondern von Grund auf analysiere, was funktioniert und was nicht. Zudem versprach er, umsetzbare Aufgaben zügig anzugehen und institutionelle Reformen verantwortungsvoll weiterzuführen. Ko-Vorsitzender Lee Man-jong unterstrich die Bedeutung, Barrieren zwischen den Behörden abzubauen und diese Gelegenheit für eine echte Verbesserung der öffentlichen Sicherheit zu nutzen.
Auf Grundlage der TF-Ergebnisse plant die Regierung, sofort umsetzbare Maßnahmen zügig einzuleiten und notwendige Gesetzes- und Systemreformen schrittweise durch die Nationale Anti-Terror-Kommission zu beschließen. Auch nach Abschluss der TF wird der Fortschritt der einzelnen Aufgaben kontinuierlich überwacht, um ein effektives nationales Anti-Terror-System zu etablieren. Die Gründung dieser TF gilt als neues Modell für öffentliche-private Zusammenarbeit und könnte die zukünftige Anti-Terror-Politik, internationale Kooperation und den Schutz der Menschenrechte maßgeblich beeinflussen.
Die Gründung der öffentlichen-privaten Anti-Terror-Taskforce markiert einen Paradigmenwechsel von einer staatlich dominierten zu einer kooperativen, expertenbasierten Sicherheitsstrategie. Angesichts neuer Bedrohungen durch KI und Cybertechnologien ist ein flexibles und anpassungsfähiges System unerlässlich. Durch die Integration von Menschenrechtsschutz und internationaler Zusammenarbeit kann Südkorea seine Anti-Terror-Fähigkeiten stärken und als Vorbild für ganzheitliche Sicherheitsgovernance dienen.