[2026-01-25]Südkorea verschärft 2025 Meldepflicht für Auslandstreuhandvermögen

Ab 2025 sind koreanische Steuerpflichtige verpflichtet, bereits bei eintägigem Besitz einer Auslandstreuhand eine detaillierte Meldung beim Nationalen Steuerdienst (NTS) einzureichen. Am 23. Mai 2024 veranstaltete der NTS eine Informationsveranstaltung im Regionalamt Seoul mit über 70 Vertretern führender Steuer-, Wirtschaftsprüfungs-, Rechtsanwaltskanzleien und Finanzinstitute. Das neue System wurde durch die Ende 2023 verabschiedete Änderung des ‚Gesetzes zur internationalen Steuerkoordinierung‘ eingeführt und zielt darauf ab, die Verschleierung von Vermögen und Offshore-Steuerhinterziehung durch Auslandstreuhand zu verhindern. Die Steuerbehörde setzt auf freiwillige und wahrheitsgemäße Meldungen.

Nach dem neuen System müssen Privatpersonen, die im Vorjahr auch nur einen Tag eine Auslandstreuhand hielten, bis zum 30. Juni 2025 eine Meldung beim NTS einreichen. Für inländische Unternehmen gilt eine Meldefrist von sechs Monaten ab Ende des Monats, in dem das Geschäftsjahr endet, sofern sie im Vorjahr eine Auslandstreuhand hielten. Bei Nichtmeldung oder Falschangaben droht eine Geldbuße in Höhe von 10 % des Treuhandvermögens. Bereits zuvor mussten Steuerpflichtige Auslandsinvestitionen, Immobilien und Finanzkonten (inklusive virtueller Vermögenswerte) melden, um Offshore-Vermögen zu legalisieren.

Han Chang-mok, Direktor für internationale Besteuerung, erläuterte auf der Veranstaltung die Hintergründe und Ziele der neuen Meldepflicht. NTS-Kommissar Lim Kwang-hyun betonte: „Die Meldepflicht für Auslandstreuhand ist ein wichtiger Schritt zur Legalisierung von Offshore-Vermögen durch Treuhandstrukturen.“ Er kündigte an, dass die Behörde im ersten Jahr der Umsetzung umfassend informieren und Verstöße konsequent ahnden werde. Vor dem Meldetermin im Juni werden Informationsmaterialien veröffentlicht und potenziell betroffene Steuerpflichtige individuell benachrichtigt.

Zukünftig wird der NTS bei Nichtmeldung verstärkt auf vor Ort erhobene Daten, Devisentransaktionen und internationale Informationsaustausche zurückgreifen, um Geldbußen zu verhängen und hinterzogene Einkommen-, Erbschafts- und Schenkungssteuern einzutreiben. Experten erwarten, dass die neue Regelung die Verschleierung von Vermögen und Offshore-Steuerhinterziehung deutlich erschwert. Die Bedeutung transparenter Vermögensverwaltung und internationaler Steuernormen wird weiter steigen. Steuerpflichtige sollten sich mit den neuen Pflichten vertraut machen und fristgerecht melden, um Sanktionen zu vermeiden.


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🎯 metaqsol opinion:
Die umfassende Einführung der Meldepflicht für Auslandstreuhand ist ein bedeutender Schritt Koreas im Kampf gegen globale Vermögensverschiebung und Steuervermeidung. Durch den Einsatz moderner Datenerhebung und Prüfmechanismen wird die Transparenz von Offshore-Vermögen deutlich erhöht. Dies dient nicht nur der Steuereinnahmensicherung, sondern fördert auch internationale Steuertransparenz und faire Besteuerung. Komplexe Treuhandstrukturen werden schwerer missbrauchbar, wodurch die Rolle von Finanzinstituten und Steuerexperten weiter an Bedeutung gewinnt. KI-gestützte Analysen könnten künftig die Erkennung von Meldeverstößen und Steuerhinterziehung weiter verbessern und die Effizienz der Steuerverwaltung steigern.

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