Das südkoreanische Gesundheitsministerium bereitet sich auf das Essential Medical Law vor, das am 6. Dezember 2025 den Rechtsausschuss der Nationalversammlung passierte. Gemeinsam mit 17 Provinzen und der medizinischen Fachwelt wird der Finanzbedarf zur Stärkung der öffentlichen Gesundheitsversorgung in den Regionen ermittelt. Ziel des Gesetzes ist es, die essenzielle medizinische Versorgung zu verbessern und regionale Unterschiede zu verringern, um das Kliniksterben vor Ort zu verhindern. Das Ministerium stellt sicher, dass das ab 2027 eingerichtete Sonderbudget effektiv und unmittelbar eingesetzt werden kann.
Das Ministerium hat 17 Provinzen, zentrale Behörden, Universitätskliniken und medizinische Fachverbände aufgefordert, konkrete Projektpläne und Budgetanforderungen einzureichen. Auf überregionaler und regionaler Ebene sollen Universitätskliniken und andere zentrale Einrichtungen ihre Infrastruktur und Kompetenzen für die Behandlung schwerer Erkrankungen deutlich ausbauen. Auf lokaler Ebene werden öffentliche Krankenhäuser als zentrale Anlaufstellen für die Grundversorgung gestärkt, während auf Gemeindeebene der Aufbau eines engmaschigen Primärversorgungssystems im Fokus steht. Auch Investitionen in kooperative Versorgungsnetzwerke zwischen den Einrichtungen werden erfasst.
Im Mittelpunkt stehen Projekte zum Aufbau regionaler Netzwerke für die Versorgung von schwerkranken Kindern, Traumapatienten, Herz-Kreislauf- und seltenen Erkrankungen. Um dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken, werden Programme zur Ausbildung von Spezialisten an regionalen Zentren evaluiert. Die Bedarfserhebung läuft bis nächste Woche; die Ergebnisse dienen als Grundlage für den Haushalt 2027 und langfristige Investitionsstrategien. Nach Inkrafttreten des Gesetzes wird ein regelmäßiges Gremium zwischen Ministerium und Regionen gebildet, um die Umsetzung im Detail zu planen.
Hyung-woo Ko, Direktor für essentielle medizinische Unterstützung, betonte, dass jetzt der ‚entscheidende Moment‘ sei, um mit dem neuen Gesetz und dem Sonderbudget die regionale Gesundheitsversorgung zu retten. Er rief lokale Behörden und die medizinische Fachwelt zur aktiven Zusammenarbeit auf, damit alle Bedürfnisse in die Politik und den Haushalt 2027 einfließen. Die Initiative steht im Einklang mit nationalen Zielen zur Verringerung regionaler Unterschiede, zum Ausbau der Grundversorgung und zur Stärkung der öffentlichen Gesundheit. Sie könnte die Zugänglichkeit und Nachhaltigkeit der regionalen Gesundheitsversorgung entscheidend verbessern.
Das neue Essential Medical Law und das Sonderbudget markieren einen Wendepunkt in der südkoreanischen Gesundheitspolitik, um strukturelle Probleme wie regionale Disparitäten und das Kliniksterben anzugehen. Durch die detaillierte Bedarfserhebung und Investitionen in kooperative Versorgungsnetzwerke und Fachkräfteausbildung kann die Qualität und Erreichbarkeit der medizinischen Versorgung gesteigert werden. Der Einsatz von KI-gestützter Datenanalyse und Prognosesystemen könnte die Ressourcenzuteilung weiter optimieren und die Wirksamkeit der Maßnahmen maximieren.