Das südkoreanische Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus hat die Auflage eines Inhaltspolitik-Fonds in Höhe von 731,8 Mrd. KRW angekündigt, um das Zeitalter der ‚K-Kultur 300 Billionen‘ zu beschleunigen. Dies entspricht einer Steigerung von rund 22 % gegenüber dem Vorjahr und ist der bisher größte Fonds. In Zusammenarbeit mit Korea Venture Investment wurde die erste reguläre Ausschreibung für den Mutterfonds 2026 veröffentlicht. Der Fonds ist in Kultur- und Filmkonten unterteilt, die jeweils branchenspezifische Unterstützung bieten. Zudem wurden verschiedene Anreize eingeführt, um mehr private Investoren zu gewinnen.
Das Kulturkonto wurde im Vergleich zum Vorjahr um 25 % auf 650 Mrd. KRW erhöht, wobei die Regierung 390 Mrd. KRW für die Gründung von fünf Teilfonds bereitstellt. Zu den wichtigsten Investitionsbereichen gehören der IP-Fonds (200 Mrd. KRW), Exportfonds (200 Mrd. KRW), Kulturtechnologie-Fonds (100 Mrd. KRW), Content-Wachstumsfonds (75 Mrd. KRW) sowie M&A/Secondary-Fonds (75 Mrd. KRW). Das Filmkonto wird mit einer erhöhten staatlichen Beteiligung von 60 % auf 81,8 Mrd. KRW aufgestockt und unterstützt den Main Korean Film Fund (56,7 Mrd. KRW), den Mid-Low Budget Korean Film Fund (13,4 Mrd. KRW) und den Animationsfonds (11,7 Mrd. KRW).
Um mehr private Investitionen zu fördern, hat das Ministerium Anreize wie vorrangige Verlustübernahme, Übertragung von Überschussgewinnen und Call-Optionen ausgeweitet. Diese Maßnahmen sollen den schnellen Zufluss von Kapital aus dem Politikfonds in den Markt ermöglichen. Lim Sung-hwan, Direktor für Kulturindustriepolitik, betonte, dass die Bereitstellung von Investitionskapital entscheidend für das Zeitalter der ‚K-Kultur 300 Billionen‘ sei. Der Inhaltspolitik-Fonds 2026 werde neue Wachstumsbereiche und den Rückgewinnungsmarkt umfassend unterstützen. Vorschläge für den Fonds können vom 19. bis 26. des nächsten Monats online eingereicht werden, die endgültigen Betreiber werden im April bekannt gegeben.
Der Fonds zielt darauf ab, das stabile Wachstum und die globale Wettbewerbsfähigkeit der Content-Industrie zu sichern. Investitionen konzentrieren sich auf IP-Sicherung, Entwicklung neuer Technologien, Förderung von Start-ups und Überwindung der Krise in der Filmindustrie. Sollte sich ein positiver Investitionskreislauf zwischen Regierung und Privatsektor etablieren, dürfte die Expansion von K-Content auf den Weltmärkten weiter beschleunigt werden. Die Auswirkungen des Politikfonds und die Ausweitung privater Investitionen werden voraussichtlich positive Effekte auf die gesamte Content-Industrie haben.
Dieser Politikfonds geht über reine Finanzhilfen hinaus und zielt auf eine grundlegende Stärkung der Content-Industrie durch IP-Sicherung, technologische Innovation und den Aufbau eines Start-up-Ökosystems ab. Die erweiterten Anreize für private Investoren dürften den Kapitalmarkt beleben und einen nachhaltigen Investitionskreislauf fördern. Langfristig wird dies die globale Wettbewerbsfähigkeit der K-Kultur stärken und eine solide Grundlage für das anhaltende Wachstum der südkoreanischen Content-Industrie schaffen.