[2026-01-24]Afrikanische Schweinepest in Anseong: Maßnahmen und Auswirkungen auf Schweinebetriebe

Am 23. Januar 2026 wurde in einem Schweinebetrieb in Anseong, Provinz Gyeonggi, Afrikanische Schweinepest (ASP) bestätigt, was zu einer landesweiten Verschärfung der Seuchenbekämpfung führte. Es handelt sich um den zweiten bestätigten Fall in diesem Jahr; Anseong hatte zuvor keine ASP-Fälle bei Nutztieren oder Wildschweinen gemeldet. Nach dem Fund toter Schweine durch den Betriebsleiter wurde die Infektion durch eine genaue Untersuchung bestätigt. Der Zentrale Krisenstab (CAMH) berief daraufhin eine Sondersitzung mit Behörden und lokalen Regierungen ein, um die Lage und Gegenmaßnahmen zu bewerten.

Unmittelbar nach der Bestätigung wurden Sofortmaßnahmen eingeleitet: Quarantäne- und Epidemiologieteams wurden entsandt, der Zugang zum Betrieb wurde gesperrt und alle 2.600 Schweine gekeult. Ab dem 23. Januar, 18 Uhr, galt für 48 Stunden ein Bewegungsstopp für Personal und Fahrzeuge in sieben betroffenen Städten und Landkreisen. Insgesamt 60 Desinfektionsfahrzeuge wurden eingesetzt, um 638 Schweinebetriebe und umliegende Straßen zu reinigen. Ein zentrales Einsatzteam überwacht die Keulung und Entsorgung vor Ort. Notfalluntersuchungen laufen in 38 Betrieben im 10-km-Radius sowie in 49 epidemiologisch verbundenen Betrieben.

Der landesweite ASP-Alarm wurde auf die höchste Stufe „ernst“ angehoben. In 226 betroffenen Betrieben werden innerhalb von sieben Tagen Erst- und Zweituntersuchungen abgeschlossen. Bei jedem Transport von Schweinen innerhalb der Region Gyeonggi sind klinische und detaillierte Kontrollen vorgeschrieben, und das Seuchenschutzamt führt tägliche Telefonüberwachung in Risikobetrieben durch. Alle Schweinehalter erhalten aktuelle Informationen und Anweisungen zu Schutzmaßnahmen. Park Jeonghun, Leiter der Lebensmittelpolitik, betonte die besondere Gefährdung der Region Anseong und forderte alle Beteiligten zu erhöhter Wachsamkeit auf.

Durch die Keulung von 2.600 Schweinen – weniger als 0,02 % des nationalen Bestands – wird die Schweinefleischversorgung voraussichtlich kaum beeinträchtigt. Der Krisenstab überwacht die Marktlage weiterhin genau und setzt alles daran, weitere Ausbrüche zu verhindern. Die Behörden intensivieren die Desinfektion von Zufahrtsstraßen und Farmen und verstärken die Aufklärung, damit Verdachtsfälle sofort gemeldet werden. Die konsequente Umsetzung der Maßnahmen und eine schnelle Reaktion sind entscheidend für die Eindämmung der ASP.


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🎯 metaqsol opinion:
Der aktuelle ASP-Ausbruch unterstreicht die Bedeutung einer schnellen, koordinierten Reaktion und moderner Seuchenbekämpfung in der Nutztierhaltung. Bewegungsstopps, umfassende Desinfektion und gezielte Untersuchungen zeigen, wie wissenschaftlich fundierte Maßnahmen die Ausbreitung effektiv begrenzen können. Für die Zukunft sind datenbasierte Überwachung und enge Kommunikation mit den Betrieben essenziell, um Tierseuchen frühzeitig zu erkennen und einzudämmen. Die geringe Auswirkung auf die Schweinefleischversorgung trägt zudem zur Beruhigung der Verbraucher und zur Marktstabilität bei.

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