[2026-01-23]Größte Rückführung: 73 Betrugsverdächtige aus Kambodscha nach Korea ausgeliefert

Die von Präsident Lee Jae-myung angeordnete Sondereinheit zur Bekämpfung transnationaler Kriminalität (TF) hat eine großangelegte Rückführung von 73 südkoreanischen Betrugsverdächtigen aus Kambodscha organisiert. Diese Gruppe steht im Verdacht, 869 südkoreanische Staatsbürger um insgesamt etwa 486 Milliarden Won betrogen zu haben. Die Rückführung markiert den bisher größten Fall dieser Art in der Geschichte Südkoreas. Die Verdächtigen wurden durch eine intensive Zusammenarbeit zwischen dem koreanischen Sondereinsatzteam, dem Nationalen Geheimdienst, der lokalen Polizei und weiteren Behörden nach monatelanger Verfolgung gefasst.

Ein speziell gechartertes Flugzeug startete am Abend des 22. Januar um 20:45 Uhr vom Flughafen Incheon und wird am Freitag, dem 23. Januar, um 9:10 Uhr morgens zurückkehren. Die Ermittler identifizierten sieben Scam-Zentren in Kambodscha und verhafteten im Dezember 2023 insgesamt 92 Personen: 51 in Sihanoukville, 15 in Poipet und 26 in Mondulkiri. Unter den Rückgeführten befindet sich auch eine sogenannte ‚Romance Scam‘-Betrügerbande, die im Oktober nicht nach Korea zurückgebracht werden konnte.

Diese Täter nutzten Deepfake-Technologien, um sich als fiktive Personen auszugeben und 104 Opfer um rund 120 Milliarden Won zu betrügen. Sie versuchten, durch plastische Operationen ihr Aussehen zu verändern und sich so der Strafverfolgung zu entziehen. Zu den Rückgeführten zählen auch Sexualstraftäter, die nach Kambodscha geflohen waren, sowie Betrüger, die sich als Investmentexperten ausgaben und insbesondere Berufseinsteiger und Rentner um etwa 194 Milliarden Won betrogen. Zudem wurden Mitglieder einer Organisation festgenommen, die Opfer in Scam-Zentren festhielten und deren Familien in Korea erpressten.

Die südkoreanische Regierung betonte, dass das Belassen schwerer Straftäter im Ausland ein falsches Signal senden und Wiederholungsgefahr bergen würde. Daher wurden die Rückführungsmaßnahmen beschleunigt. Gegen alle Verdächtigen liegen Haftbefehle vor; sie werden nach ihrer Ankunft umgehend den Ermittlungsbehörden übergeben und einer umfassenden strafrechtlichen Untersuchung unterzogen. Die Regierung plant außerdem, die verschleierten Vermögenswerte der Täter konsequent zu verfolgen und die illegalen Gewinne einzuziehen. Auch in Zukunft soll die Sondereinheit entschlossen gegen internationale Betrugsnetzwerke vorgehen, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten.


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