Das südkoreanische Ministerium für Handel, Industrie und Energie hat eine Gesetzesänderung zur Förderung von Industrieclustern und zur Vereinfachung der Standortregulierung für Industrieparks und Wissensindustriezentren angekündigt. Die Änderungen, die bis zum 3. März zur öffentlichen Stellungnahme ausliegen, zielen darauf ab, Investitionen in Hightech- und neue Industrien zu stimulieren. Die Vorschläge wurden in Zusammenarbeit mit Unternehmen, lokalen Behörden, Verbänden und Fachinstituten wie dem Korea Institute for Industrial Economics & Trade erarbeitet. Die bisherigen Einschränkungen bei der Ansiedlung von Branchen und der Einrichtung von Werksanlagen hatten Unternehmen stark belastet, was nun deutlich gelockert werden soll.
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehört die Zulassung von Elektro-, Informations- und Kommunikationstechnik- sowie Brandschutzunternehmen in Industrieparks, was bisher nicht möglich war. Die Zahl der zugelassenen Wissens- und Informationskommunikationsbranchen steigt von 78 auf 95, die der Hightech-Branchen von 85 auf 92. Kulturelle und sportliche Einrichtungen in Werken dürfen künftig kostenlos auch von Mitarbeitern benachbarter Firmen und Anwohnern genutzt werden. Zudem wird die Errichtung von Kultur-, Sport- und erneuerbaren Energieanlagen in Grünflächen und auf ehemaligen Deponien erlaubt.
Die Reformen sollen den Bedarf an externen Büros für Hersteller verringern und die betriebliche Belastung senken. Cafés und Convenience Stores können künftig als Nebenanlagen ohne Nutzungsänderung in Werken eingerichtet werden, was die Lebensqualität der Beschäftigten verbessert und Kosten spart. Auch die Einrichtung von Officetels in Unterstützungsanlagen von Wissensindustriezentren außerhalb von Industrieparks wird ermöglicht, um Leerstände zu reduzieren. Verwaltungsverfahren werden vereinfacht, etwa durch elektronische Benachrichtigungen und digitale Standortüberprüfungen für Nicht-Produktionsunternehmen.
Diese Gesetzesänderungen markieren einen Wendepunkt für das Innovationsökosystem der Industrieparks und die Erweiterung von Freizeit- und Kulturangeboten für Beschäftigte und Anwohner. Verbesserte Investitionsbedingungen und die Ansiedlung neuer Branchen dürften die regionale Wirtschaft beleben und die Wettbewerbsfähigkeit der Parks stärken. Die weitere Entwicklung der Regulierung und deren Auswirkungen auf die Industrie werden mit Spannung beobachtet.
Die Reform der südkoreanischen Industriecluster-Gesetzgebung senkt gezielt Markteintrittsbarrieren für Hightech- und Zukunftsbranchen und fördert eine stärkere Integration von Arbeitnehmern und lokaler Gemeinschaft. Die Lockerung bei Werksanlagen und die Öffnung kultureller Angebote entsprechen globalen ESG-Trends und unterstützen nachhaltige Entwicklung. Vereinfachte Verwaltungsprozesse und ein breiteres Branchenspektrum helfen Unternehmen, Kosten zu senken und Projekte schneller umzusetzen, was die internationale Wettbewerbsfähigkeit der südkoreanischen Industrieparks stärken dürfte.