[2026-01-20]Südkorea baut bis 2030 öffentliche Agrararbeitskräfte und Saisonarbeit von Ausländern aus

Um dem chronischen Arbeitskräftemangel in ländlichen Regionen entgegenzuwirken, hat das südkoreanische Landwirtschaftsministerium einen umfassenden Plan vorgestellt, der bis 2030 den Anteil öffentlicher Agrararbeitskräfte auf 60% erhöhen soll. Es handelt sich um den ersten gesetzlichen Plan seit Inkrafttreten des Sondergesetzes zur Unterstützung von Arbeitskräften in der Landwirtschaft und Fischerei. Ziel ist es, von kurzfristigen Maßnahmen wegzukommen und ein stabiles, öffentlich getragenes System zur Arbeitskräfteversorgung zu etablieren, das auch den Schutz von Arbeitssicherheit und Menschenrechten einschließt. Besonders die Ausweitung ausländischer Saisonarbeitskräfte und öffentlicher Saisonarbeitsmodelle steht im Fokus, um in arbeitsintensiven Zeiten schnell Personal bereitzustellen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Im ersten Halbjahr 2026 wird die Zahl der zugewiesenen ausländischen Saisonarbeiter mit 92.104 einen neuen Höchststand erreichen, was einem Anstieg um 18.219 gegenüber 73.885 im November des Vorjahres entspricht. Die Zahl der öffentlichen Saisonarbeitsstellen wird von 90 (2.786 Arbeitskräfte) auf 130 (4.729 Arbeitskräfte) erhöht und soll bis 2030 schrittweise auf 200 Standorte mit über 6.000 Arbeitskräften ausgebaut werden. Zu den Kernzielen gehören eine 100%ige Versicherung der Saisonarbeiter gegen Arbeitsunfälle und die verpflichtende Lohnversicherung für beschäftigende Betriebe. Auch der Anteil einheimischer Arbeitskräfte soll auf über 40% steigen, unterstützt durch Zuschüsse für Transport und Unterkunft sowie maßgeschneiderte Jobinformationen. Die Integration der Arbeitskräftepools von 180 regionalen Vermittlungszentren soll die Effizienz weiter steigern.

Zur Schaffung sicherer und menschenwürdiger Arbeitsbedingungen werden eine mobile Sicherheitscheckliste, VR-basierte Sicherheitstrainings und die Verbreitung von Arbeitsverträgen mit Sicherheitsklauseln eingeführt. Ab diesem Jahr ist für Betriebe, die Saisonarbeiter beschäftigen, eine Unfallversicherung Pflicht, und die Lohnversicherung wird zur Vermeidung von Lohnrückständen und Menschenrechtsverletzungen obligatorisch. Die Regierung verbessert zudem die Wohnbedingungen ausländischer Arbeitskräfte durch Umbau von Genossenschaftseinrichtungen, Bau öffentlicher Unterkünfte und den Betrieb einer Unterkunftsbörse. Menschenrechtsüberprüfungen und gemeinsame Kontrollen werden auf zweimal jährlich ausgeweitet, und bei Verstößen drohen Sanktionen wie die Einschränkung der Zuteilung ausländischer Arbeitskräfte.

Die Aufgaben der Unterstützungsinstitutionen für Agrararbeitskräfte werden neu strukturiert: Regionale Vermittlungszentren konzentrieren sich auf die Steuerung des Arbeitskräfteangebots, während spezialisierte Einrichtungen Beratung und Schulungsprogramme ausbauen. Ministerin Song Mi-ryeong betonte die Notwendigkeit eines stabilen, öffentlich verantworteten Systems und einer institutionellen Stärkung von Arbeitssicherheit und Menschenrechten. Der Plan markiert einen Wendepunkt für die Nachhaltigkeit der südkoreanischen Landwirtschaft und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Die weitere Zusammenarbeit zwischen Regierung und Institutionen wird entscheidend für die Lösung des Arbeitskräftemangels im ländlichen Raum sein.


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🎯 metaqsol opinion:
Der Innovationsplan für die Agrararbeitskräfte geht über die reine Ausweitung des Arbeitskräfteangebots hinaus und setzt auf eine institutionelle Absicherung von Sicherheit und Menschenrechten. Die Integration ausländischer Saisonarbeiter, die Bündelung einheimischer Arbeitskräfte und der Einsatz moderner Trainingssysteme fördern die digitale Transformation und nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft. Werden datenbasierte Politik und praxisnahe Unterstützung weiter ausgebaut, kann dies die Produktivität steigern und ländliche Regionen nachhaltig stärken.

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