[2026-01-20]Gründungstrends 2023 in Korea: Mehr Jungunternehmer und Tech-Startups

Das Ministerium für KMU und Startups sowie das Korea Institute of Startup & Entrepreneurship Development haben die Ergebnisse der Startup-Studie 2023 veröffentlicht. Diese jährlich durchgeführte, staatlich genehmigte Statistik analysiert Status und Merkmale von Startups innerhalb der ersten sieben Jahre nach Gründung anhand einer Stichprobe von 8.000 Unternehmen. Im Jahr 2023 erreichte die Zahl der Startups 4,9 Millionen, was 59,1% aller KMU entspricht – ein Anstieg im dritten Jahr in Folge. Besonders technologieorientierte Branchen und junge Gründer verzeichneten ein starkes Wachstum.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Gesamtzahl der Startups um 1,5%, technologieorientierte Startups machten 979.000 aus (20% des Gesamtbestands). Die größten Zuwächse gab es in der Informations- und Kommunikationsbranche (+12,5%), bei professionellen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+6,0%) sowie im Bildungssektor (+3,2%). Startups von Gründern in den 20ern und 30ern wuchsen um 2,2% auf 1,35 Millionen und übertrafen damit das Gesamtniveau. Die Zahl der Beschäftigten in Startups sank jedoch um 2,2% auf 8,33 Millionen, der Umsatz fiel um 4,3% auf 1.134,6 Billionen KRW.

In der Vorbereitungsphase nutzten 83,2% der Gründer ihre Berufserfahrung für die Gründung, 29,0% waren Wiedergründer mit durchschnittlich 2,2 Gründungen. Die größten Herausforderungen waren die Kapitalbeschaffung (53,7%), Angst vor dem Scheitern (45,9%) und mangelndes Wissen oder Erfahrung (36,7%). Hauptmotiv für die Gründung war ein höheres Einkommen (64,8%), die Finanzierung erfolgte überwiegend aus Eigenmitteln (95,2%), gefolgt von Bankkrediten und staatlicher Unterstützung.

Die Startups erzielten eine operative Gewinnmarge von 5,7% und eine Nettomarge von 4,2%. Im Durchschnitt verfügten sie über fünf gewerbliche Schutzrechte, nur 2,7% hatten Auslandserfahrung. Die Regierung plant, bis 2026 rund 3,5 Billionen KRW in die Startup-Förderung zu investieren, um das Ökosystem zu stärken. Die Studie zeigt sowohl den aktuellen Stand als auch die Herausforderungen der koreanischen Startup-Landschaft und unterstreicht die Notwendigkeit politischer Unterstützung.


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🎯 metaqsol opinion:
Die Studie 2023 verdeutlicht das starke Wachstum technologieorientierter und junger Startups, aber auch Herausforderungen wie sinkende Beschäftigung und Umsätze. Finanzierungsprobleme und Angst vor dem Scheitern sind zentrale Hürden, die gezielte finanzielle und bildungsbezogene Unterstützung erfordern. Die geplanten staatlichen Investitionen könnten einen Wendepunkt für die qualitative Entwicklung und internationale Wettbewerbsfähigkeit koreanischer Startups darstellen.

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