[2026-01-19]Südkorea stärkt Seuchenabwehr mit 4. Managementplan für Fischkrankheiten

Das südkoreanische Ministerium für Ozeane und Fischerei hat den 4. Managementplan für Fischkrankheiten (2026–2030) vorgestellt, um die stabile Versorgung mit Meeresprodukten zu sichern und die öffentliche Gesundheit durch Prävention und Kontrolle von Fischkrankheiten zu verbessern. In den letzten zehn Jahren ist die Aquakulturbranche des Landes stetig gewachsen, doch Klimawandel und Artenvielfalt erhöhen das Risiko neuer Krankheiten und Erreger. Dies unterstreicht die Notwendigkeit eines systematischen Krankheitsmanagements. Der neue Plan legt Schwerpunkte auf Klimaanpassung, Modernisierung der Quarantäne, Ausbildung von Fachkräften und internationale Kooperation.

Seit der Einführung des Fischgesundheitsgesetzes 2007 wird alle fünf Jahre ein Managementplan erstellt. Im dritten Plan (2021–2025) wurden die Quarantäneliste erweitert, die Zahl der überwachten Krankheiten von 26 auf 29 erhöht und ein elektronisches Quarantäne-Zertifikatssystem eingeführt. Im Mai 2024 wurden das Nationale Fischereiwissenschaftliche Institut und die Quarantänebehörde als weltweit erstes WOAH-Kooperationszentrum für ‚genetische Diagnosestandardmaterialien‘ anerkannt. Diese Materialien verhindern Diagnosefehler und werden ab 2026 international verteilt. Zudem sind Blockchain-basierte E-Plattformen und KI-Diagnosetechnologien geplant.

Um auf den Klimawandel zu reagieren, werden die Klassifikationskriterien für Fischkrankheiten überarbeitet und nach Risikogruppen in drei Kategorien unterteilt, mit differenzierten Quarantänemaßnahmen. KI-gestützte Prognosetechnologien sowie neue Impfstoffe und Medikamente für neuartige und kombinierte Krankheiten werden entwickelt. Das Quarantänemanagement wird digitalisiert und bis 2030 auf acht Länder ausgeweitet. Regionale, maßgeschneiderte Maßnahmen und VR-basierte Schulungen stärken die Reaktionsfähigkeit vor Ort.

Ein neues Bewertungssystem für die Krankheitskontrolle wird eingeführt, das eine eigenverantwortliche Hygiene und Quarantäne durch lokale Behörden und Fischereibetriebe fördert. Nach Pilotprojekten soll es landesweit ausgerollt werden. Choi Hyun-ho, Leiter der Fischereipolitik, betonte, dass die Maßnahmen helfen werden, Klimawandel und Krankheitsausbreitung aktiv zu begegnen und die Branche sowie die öffentliche Gesundheit zu schützen. Diese Strategie markiert einen Wendepunkt für die Nachhaltigkeit und internationale Positionierung der südkoreanischen Fischereiindustrie.


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🎯 metaqsol opinion:
Der neue Managementplan integriert fortschrittliche Technologien wie KI, Blockchain und Virtual Reality, um die Grenzen traditioneller Kontrollsysteme zu überwinden. Der Betrieb des WOAH-Kooperationszentrums und die internationale Verteilung genetischer Diagnosestandards positionieren Südkorea als Vorreiter bei der Standardisierung der Fischdiagnostik. Die Förderung autonomer Quarantänesysteme und praxisnaher Schulungen erhöht die Effektivität vor Ort und schafft eine proaktive Grundlage für das Management komplexer Krankheitsrisiken im Zeitalter des Klimawandels.

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