Am 16. Juni 2024 gab die südkoreanische Feuerwehrbehörde den offiziellen Start von zehn strategischen Initiativen zur Nutzung von KI und Hightech im Katastrophenschutz bekannt. Ziel ist es, auf die zunehmenden Herausforderungen durch Klimakrise und neue Gefahren wie Elektroautobrände proaktiv zu reagieren. Die Maßnahmen sollen die Grenzen traditioneller, erfahrungsbasierter Systeme überwinden und modernste IKT in das Katastrophenmanagement integrieren. Im Fokus stehen vier Bereiche: ultraweite Informationssysteme, digitale Infrastruktur, Innovation bei Ausrüstung und die Förderung von K-Fire-Exporten. Damit soll das nationale Sicherheitsnetz deutlich gestärkt und das Paradigma des Katastrophenschutzes grundlegend gewandelt werden.
Zu den Kernstrategien gehören das KI-basierte, landesweite 119-Integrationssystem zur Ressourcensteuerung sowie die Weiterentwicklung der 3D-Visualisierung von Hubschrauber- und Drohnenpositionen im Luftüberwachungszentrum. KI analysiert von Drohnen und Robotern gesammelte Daten, um optimale Einsatzpläne und Ausbreitungswege von Bränden vorzuschlagen. Unbemannte Feuerwehrroboter, Wasserfahrzeuge und kabelgebundene Drohnen werden entwickelt und eingesetzt. Neue Technologien wie ein KI-gestütztes Frühwarnsystem für Batteriebrände in E-Fahrzeugen und leistungsstarke Non-Clog-Pumpen zur urbanen Flutbekämpfung sind ebenfalls Teil der Strategie. Das F&E-Budget wurde 2024 um rund 65% auf 50,3 Milliarden Won erhöht.
Zum Schutz der Einsatzkräfte werden fortschrittliche Ausrüstungen wie Sichtverbesserungsgeräte, Exoskelette und Helme aus Karbonfaser priorisiert entwickelt. Die Feuerwehr beschleunigt die Internationalisierung von K-Fire und den Eintritt in globale Märkte, unter anderem durch ODA-Projekte für Entwicklungsländer. Interimsleiter Kim Seung-ryong betonte die vollständige Umstellung auf ein daten- und KI-gesteuertes Katastrophenmanagement und das Bekenntnis zu den Werten „Lebensschutz und Sicherheit der Bevölkerung“. Hightech soll zum starken Rückhalt für Einsatzkräfte und Bürger werden.
Mit erfolgreicher Umsetzung der zehn strategischen Aufgaben könnte Südkorea seine Katastrophenschutzkompetenz auf Weltniveau heben. Die Integration von KI und digitalen Technologien ermöglicht proaktives Handeln bei neuen Gefahren, während K-Fire-Exporte die technologische Wettbewerbsfähigkeit stärken. Verbesserter Schutz der Einsatzkräfte, mehr Vertrauen in die Feuerwehr und ein positiver Kreislauf für die globale Branche sind zu erwarten. Diese Entwicklungen setzen neue Maßstäbe für das Katastrophenmanagement der Zukunft.
Die Strategie der südkoreanischen Feuerwehr ist ein Vorzeigebeispiel für die Integration von KI, Robotik und digitaler Infrastruktur im öffentlichen Sicherheitsbereich. Datenbasierte Entscheidungen und unbemannte Systeme reduzieren Unsicherheiten und ermöglichen schnelle, präzise Reaktionen. Die Internationalisierung von K-Fire kann koreanische Technologien und Sicherheitsstandards weltweit etablieren und das Katastrophenmanagement nachhaltig beeinflussen.