Am 16. Februar gab das Ministerium für Gleichstellung und Familie bekannt, dass die staatliche Unterstützung für Kinderbetreuungsdienste deutlich ausgeweitet wird, um die Erziehungsbelastung zu verringern und Betreuungslücken zu schließen. Die zentrale Maßnahme ist die Anhebung der Einkommensgrenze für staatliche Unterstützung von 200 % auf 250 % des Medianeinkommens. Dadurch können mehr Familien von subventionierten Betreuungsleistungen profitieren. Zudem wurde der Stundensatz für die Betreuung um 5 % von 12.180 KRW auf 12.790 KRW erhöht.
Für Familien mit besonderem Betreuungsbedarf, wie Alleinerziehende, Großeltern, Menschen mit Behinderung und jugendliche Eltern, wird die jährliche Unterstützungszeit um 120 Stunden auf maximal 1.080 Stunden erhöht. Der staatliche Zuschussanteil für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren wurde ebenfalls erhöht. Familien in Regionen mit Bevölkerungsrückgang erhalten zusätzlich 5 % Zuschuss auf ihren Eigenanteil, um regionale Unterschiede zu verringern. Das Budget für diese Maßnahmen wurde dieses Jahr um 120,3 Milliarden KRW aufgestockt. Der Zuschuss für Säuglingsbetreuung wurde von 1.500 KRW auf 2.000 KRW pro Stunde erhöht, und neue Zuschüsse für Kleinkinder (1.000 KRW/Stunde) und für nächtliche Notfallbetreuung (5.000 KRW/Tag) wurden eingeführt.
Die Kinderbetreuungsdienste können über die offizielle Website (idolbom.go.kr) oder eine mobile App beantragt werden. Für staatliche Unterstützung ist eine vorherige Anmeldung beim örtlichen Gemeindezentrum oder über das Sozialportal (bokjiro.go.kr) erforderlich. Ab April wird ein nationales Qualifikationssystem für Betreuungspersonal sowie ein Registrierungsverfahren für private Anbieter eingeführt. Qualifizierte Personen erhalten ein nationales Zertifikat und können sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor arbeiten. Informationen zu registrierten privaten Anbietern werden veröffentlicht, sodass Familien verlässliche Dienste auswählen können.
Ministerin Min-Kyung Won betonte, dass die Ausweitung der Kinderbetreuung ein staatliches Versprechen sei, die Erziehungsverantwortung mit den Familien zu teilen. Sie kündigte an, weiterhin Rückmeldungen aus der Praxis einzubeziehen, um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu erhöhen und eine sichere Betreuungsumgebung für Eltern und Kinder zu schaffen. Die neuen Regelungen sollen die Qualität und Zuverlässigkeit der Betreuung verbessern und den vielfältigen Bedürfnissen der Familien gerecht werden. Die Regierung plant, die Qualität und Zugänglichkeit der Dienste kontinuierlich zu verbessern. Für Anfragen steht die Abteilung für Kinderbetreuungsunterstützung unter 02-2100-6247 zur Verfügung.
Die Ausweitung der Kinderbetreuungsunterstützung markiert einen wichtigen Schritt in Südkoreas Familienpolitik und signalisiert eine stärkere gesellschaftliche Mitverantwortung für Erziehungsaufgaben. Die Anhebung der Einkommensgrenzen und Zuschüsse sowie die Einführung von Qualifikationsstandards werden die Qualität und Reichweite der Betreuung nachhaltig verbessern. Eine fortlaufende, datenbasierte Anpassung der Maßnahmen und die Einbindung von Praxisfeedback sind entscheidend, um die Belastung der Familien zu senken und das Wohl der Kinder zu fördern.