Ab 2024 erweitert die koreanische Regierung die Steuergutschriften für Forschung und Entwicklung (F&E) zur Förderung von Zukunftsindustrien und führt Steuererleichterungen für Unternehmen ein, die in Krisenregionen investieren und Arbeitsplätze schaffen. Die steuerliche Förderung von Kapitalmarkt und Venture-Investitionen wird gestärkt, während inklusive Steuermaßnahmen für Geringverdiener, Mittelschicht, Familien mit mehreren Kindern und Kleinunternehmer ausgebaut werden. Das Finanzministerium hat 21 nachfolgende Änderungsverordnungen, darunter die Einkommensteuergesetz-Verordnung, vorbereitet, die nach öffentlicher Bekanntmachung und Kabinettsbeschluss im Juli in Kraft treten. Ziel ist die Stärkung von Schlüsseltechnologien, neuen Wachstumstechnologien und Künstlicher Intelligenz.
Die Steuergutschriften für nationale Schlüsseltechnologien werden von 78 auf 81 Einzeltechnologien in 8 Bereichen ausgeweitet, für neue und Basistechnologien von 273 auf 284 in 14 Bereichen. Auch der Erwerb von KI-Trainingsdaten ist nun förderfähig, und temporäre Kommerzialisierung von F&E-Anlagen bleibt begünstigt. Die integrierte Beschäftigungssteuergutschrift gilt nur für Beschäftigungszuwächse über 5 (Mittelstand) bzw. 10 (Großunternehmen), mit zusätzlichen Vergünstigungen für Jugendliche (15–34 Jahre), Menschen mit Behinderung und über 60-Jährige. Die steuerliche Behandlung von Sachkapitalübertragungen an ausländische Tochtergesellschaften und die Anerkennung von Forderungsausfällen aus Bürgschaften werden konkretisiert.
Zur Belebung des Kapitalmarkts werden Sonderregelungen für Dividenden, eine Reform der Investitions- und Kooperationsanreize sowie erweiterte Steuerstundung bei Vermögensumschichtungen von Universitäten eingeführt. Die jährliche Abzugsgrenze für KOSDAQ-Venturefonds wird auf 20 Mio. KRW pro Person erhöht, und die Steuererleichterungen für Start-ups in Krisenregionen werden verstärkt. Die Bedingungen für Körperschaftsteuerermäßigungen bei Hauptsitzverlagerungen aus dem Ballungsraum werden gelockert, und Rückkehrerunternehmen erhalten erweiterte Steuer- und Zollvergünstigungen. Steuerliche Vorteile für Immobilienerwerb in Regionen mit Bevölkerungsrückgang und für unverkaufte Neubauten außerhalb der Hauptstadtregion werden ebenfalls ausgebaut.
Maßnahmen zur sozialen Unterstützung umfassen Steuerbefreiungen für Zinsen auf Jugendsparpläne, erweiterte Steuerfreiheit für Nachtzuschläge von Produktionsarbeitern und höhere steuerfreie Grenzen für Elternzeitbezüge von Privatschulmitarbeitern. Es gibt Sonderregelungen für Steuerrückstände bei Kleinunternehmern, Steuerbefreiungen für geschlossene Hundefarmen und Erleichterungen beim Austritt aus dem Yellow Umbrella Mutual Aid Fund. Die Wahl des Steuerschuldners bei gemeinsamem Immobilieneigentum, erweiterte Steuerprüfungsaufsicht und gesenkte Schwellenwerte für elektronische Steueranmeldungen verbessern die Rechte und den Komfort der Steuerzahler. Maßnahmen zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung, Effizienzsteigerung der Einziehung und Ausweitung der Pflicht zur Ausstellung von Barbelegen werden ebenfalls umgesetzt.
Die Steuerreform 2024 setzt gezielt auf die Förderung technologischer Innovation und gesellschaftlicher Inklusion. Durch die Ausweitung der F&E-Steuergutschriften und die Unterstützung neuer Technologien wie KI stärkt Korea seine internationale Wettbewerbsfähigkeit und schafft ein innovationsfreundliches Umfeld. Gleichzeitig sorgen erweiterte Hilfen für sozial Schwächere und Kleinunternehmer sowie verbesserte Steuerzahlerrechte für mehr Gerechtigkeit und nachhaltiges Wachstum.