[2026-01-14]Südkoreas Agrarministerium verstärkt Maßnahmen zur Stabilisierung der Lebensmittelversorgung vor dem Neujahrsfest

Das südkoreanische Landwirtschaftsministerium (MAFRA) hat angesichts von Tierseuchen und Wetteranomalien Maßnahmen zur Stabilisierung der Versorgung mit Agrar- und Viehprodukten angekündigt. Unter Leitung des Vizeministers werden wöchentliche Überprüfungen der Versorgungslage durchgeführt, um bei Problemen schnell reagieren zu können. Am 12. Januar fand die erste Sitzung unter Leitung von Jeong-Hoon Park im Regierungskomplex Sejong statt, bei der die Versorgungslage für wichtige Produkte wie Reis, Kohl, Rettich, Knoblauch, Äpfel, Mandarinen, Erdbeeren, Hanwoo-Rind, Schweinefleisch und Eier überprüft und Gegenmaßnahmen diskutiert wurden. Besonders wurde die Umsetzung von vorbeugenden Maßnahmen wie die Verstärkung von Gewächshäusern und die Verbesserung des Pflanzenmanagements im Hinblick auf angekündigten Schneefall kontrolliert.

In einigen Gartenbaubetrieben wurden Schäden festgestellt, deren Ausmaß jedoch als gering eingeschätzt wird. Bei weiteren Schäden sollen schnelle Wiederherstellungsmaßnahmen erfolgen. Die Überprüfung der Schwerpunktprodukte ergab, dass die Versorgung mit Agrarprodukten insgesamt stabil ist. Besonders Gemüse wie Kohl und Rettich zeigen eine Erholung der Ernte, sodass eine stabile Versorgung zum Neujahrsfest erwartet wird. Auch bei Früchten wie Mandarinen sorgt die erhöhte Winterproduktion für Stabilität. Äpfel und Erdbeeren werden ab Mitte Januar vermehrt ausgeliefert, was zur Preisstabilisierung beiträgt. Der Knoblauchpreis stieg aufgrund von Qualitätsverlusten bei gelagertem Knoblauch aus 2025, wird aber durch die Freigabe von staatlichen Reserven begrenzt.

Kartoffeln sind aufgrund einer schlechten Herbsternte und geringerer Lagerbestände teurer geworden. Seit dem 5. Januar werden täglich etwa 20 Tonnen aus den Reserven (insgesamt 758 Tonnen) freigegeben, und ab März wird mit einer Erholung der Versorgung durch vermehrte Auslieferung von Gewächshauskartoffeln gerechnet. Im Bereich der Viehprodukte sind die Preise für Eier, Hühnerfleisch und Hanwoo-Rind wegen der Ausbreitung der hochpathogenen Vogelgrippe (AI) und geringerer Tierbestände höher als im Vorjahr und im Durchschnitt. Die Regierung will präventive Tötungen minimieren, das Angebot zum Neujahrsfest ausweiten und Rabatte durch Selbsthilfefonds fördern. Die Auswahl von Importeuren für den Testimport frischer Eier ist abgeschlossen, und die Eier sollen nach Quarantäne und Zollabfertigung ab Anfang Februar auf den Markt kommen. Auch die Einführung von Zollkontingenten für verarbeitete Eierprodukte wird beschleunigt.

Die Preise für verarbeitete Lebensmittel und Gastronomie steigen weiterhin aufgrund hoher Wechselkurse, internationaler Rohstoffpreise sowie gestiegener Lohn- und Energiekosten, allerdings verlangsamt sich der Anstieg. Vor dem Neujahrsfest wird das Ministerium am 22. Januar ein Treffen mit der Lebensmittelbranche abhalten, um die Kommunikation zu stärken und die Preisstabilität zu fördern. Direktor Jeong-Hoon Park betonte, dass angesichts der winterlichen Wetterbedingungen und des Neujahrsfests die Preisvolatilität zunehmen könnte und daher die Zusammenarbeit mit anderen Behörden sowie die kontinuierliche Überwachung und Versorgungssicherung verstärkt werden sollen. Das Ministerium setzt weiterhin auf schnelle und praxisnahe Maßnahmen zur Stabilisierung der Agrar- und Viehversorgung.


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