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[2026-01-14]Südkorea richtet ständigen R&D-Budgetrat zur Steigerung der Effizienz ein

Das südkoreanische Ministerium für Planung und Haushalt sowie das Ministerium für Wissenschaft und IKT haben beschlossen, ab diesem Jahr einen ständigen R&D-Budgetrat einzurichten. Ziel ist es, durch erweiterte gegenseitige Beteiligung bei der Verteilung und Anpassung des F&E-Budgets die fachliche Expertise und die finanzielle Effizienz zu steigern. Bisher erfolgte die Kommunikation zwischen den Ministerien meist informell auf Arbeitsebene, was systematische Diskussionen über zentrale Themen erschwerte. Nun soll ein ständiges Gremium auf Abteilungsleiterebene monatlich tagen und Investitionsrichtungen, Effizienzmaßnahmen und neue Projekte umfassend beraten.

Das gesamte F&E-Budget Südkoreas beträgt 2024 35,5 Billionen KRW, wobei 85,3% (30,5 Billionen KRW) auf wichtige Forschungsprojekte entfallen. Das Hauptquartier für Wissenschaftsinnovation erstellt zunächst den Verteilungs- und Anpassungsplan, auf dessen Grundlage das Ministerium für Planung und Haushalt den endgültigen Haushaltsplan festlegt. Künftig wird das Ministerium auch an der detaillierten Prüfung der von den einzelnen Ministerien eingereichten Projekte durch Expertenausschüsse des Nationalen Wissenschafts- und Technologiebeirats teilnehmen. Die Meinung des Wissenschaftsinnovationshauptquartiers wird ebenfalls in den Haushaltsprozess einfließen.

Beide Ministerien haben vereinbart, die Vorabstimmung und gemeinsame Prüfung im F&E-Haushaltsprozess zu verstärken. Konsultationen auf Vizeministerebene sollen die Zusammenarbeit weiter institutionalisieren und stabilisieren. Die bisherige Aufgabenteilung führte zu fragmentierten Haushaltsverfahren, was nun behoben werden soll. Auch das Management neuer Projekte wird verbessert, indem Anträge, die nicht vom Wissenschaftsinnovationshauptquartier geprüft wurden, grundsätzlich eingeschränkt werden.

Die Verbesserungen gelten ab der Haushaltsplanung für das kommende Jahr. Nur Projekte von nationaler Bedeutung oder Dringlichkeit werden ausnahmsweise zugelassen und müssen einer gründlichen Prüfung durch die Expertenausschüsse unterzogen werden. Die Ministerien wollen weiterhin eng zusammenarbeiten und gegenseitigen Respekt wahren, um die F&E-Investitionen effizienter zu gestalten. Diese Veränderungen sollen die Verantwortlichkeit und Transparenz stärken und zur Entwicklung der nationalen Wissenschaft und Technologie beitragen.


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🎯 metaqsol opinion:
Die Einrichtung eines ständigen R&D-Budgetrats und die Reform der Kooperationsstrukturen sind ein bedeutender institutioneller Fortschritt für Südkoreas Forschungsinvestitionen. Die Harmonisierung von technischer Expertise und finanziellen Grundsätzen verspricht eine Überwindung von Ressortgrenzen und eine konsistente Haushaltsplanung. Die verbesserte Verwaltung neuer Projekte, basierend auf strategischen Prioritäten, stärkt die nationale Wettbewerbsfähigkeit und kann als Modell für andere Länder dienen. Dieser Ansatz entspricht globalen Trends zu datenbasierter Politikgestaltung und erhöhter Verantwortlichkeit im öffentlichen F&E-Bereich.

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