Am 13. Juni wurde die Teiländerung der Durchführungsverordnung zum Seniorenwohlfahrtsgesetz im südkoreanischen Kabinett beschlossen. Die Reform definiert die Kriterien, Verfahren, Gültigkeitsdauer sowie Regelungen für Unterstützung und Widerruf der Ausweisung altersfreundlicher Städte. Damit erhält der Gesundheitsminister eine rechtliche Grundlage, altersfreundliche Städte zu benennen und ein institutionelles Management- und Unterstützungssystem zu etablieren. Altersfreundliche Städte sind Regionen, in denen Senioren aktiv an lokalen Politiken teilnehmen, ihre Kompetenzen stärken und ein sicheres, gesundes und aktives Leben im Alter führen können. Ziel ist es, auf kommunaler Ebene umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen umzusetzen, insbesondere angesichts des Eintritts Südkoreas in eine Super-Alterungsgesellschaft. Veranstaltungen wie die 25. Senioren-Olympiade in Seoul verdeutlichen die Bedeutung altersfreundlicher Gemeinschaften.
Gemäß der geänderten Verordnung müssen Bürgermeister, Gouverneure und Leiter lokaler Verwaltungen, die eine Ausweisung als altersfreundliche Stadt anstreben, Organisationsstrukturen und Fachpersonal bereitstellen, die Beteiligung und Stärkung der Senioren fördern und Nachweise über die Erfüllung der Kriterien beim Gesundheitsminister einreichen. Die Ausweisung gilt für fünf Jahre, während das Ministerium administrative Unterstützung wie Schulungen, Beratung, Aufbau von Kooperationsnetzwerken und Öffentlichkeitsarbeit bietet. Nach der Ausweisung werden die Fortschritte jährlich überprüft und die Ergebnisse müssen dem Ministerium gemeldet werden. Bei Betrug oder Nichterfüllung der Pläne ohne triftigen Grund kann die Ausweisung widerrufen werden.
Die Ausweisung oder deren Widerruf wird dem jeweiligen Verwaltungsleiter mitgeteilt und auf der Website des Gesundheitsministeriums veröffentlicht. Um eine stabile Umsetzung zu gewährleisten, plant das Ministerium, im ersten Halbjahr detaillierte Richtlinien zu veröffentlichen. Dies soll die Entwicklung altersfreundlicher Politiken fördern, die auf lokale Gegebenheiten zugeschnitten sind, und die Beteiligung der Senioren sowie die systematische Unterstützung in den Bereichen Pflege, Sicherheit und Gesundheit ausbauen. Lim Eul-gi, Direktor für Seniorenpolitik, erklärte: „Durch die Ausweisung altersfreundlicher Städte werden wir aktiv dafür sorgen, dass die Perspektiven und Bedürfnisse der Senioren in lokalen Politiken berücksichtigt werden und Regionen entstehen, in denen ältere Menschen gut leben können.“
Die Reform stellt einen wichtigen Wendepunkt für die Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen in Südkorea dar. Die aktive Beteiligung und das systematische Management der Kommunen sind entscheidend, und die klaren Kriterien und Kontrollverfahren erhöhen die Wirksamkeit der Politik. Es wird erwartet, dass maßgeschneiderte altersfreundliche Politiken weiter ausgebaut und vielfältige Unterstützungsmaßnahmen für Senioren in den Bereichen Wohlergehen, Sicherheit und Gesundheit entwickelt werden. Die kontinuierliche Überwachung und administrative Unterstützung des Ministeriums werden zur stabilen Etablierung des Systems beitragen.