[2026-01-13]Südkorea wandelt bis 2030 Gülle in erneuerbare Energie für 38.000 Haushalte um

Die südkoreanische Regierung hat einen umfassenden Plan zur Umwandlung von Tierdung in erneuerbare Energie bis 2030 vorgestellt. Das Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und ländliche Angelegenheiten präsentierte die ‚Aktivierungsstrategie für feste Brennstoffe aus Tierdung‘, um Umweltbelastungen zu verringern und der steigenden Nachfrage nach erneuerbarer Energie gerecht zu werden. Ziel ist es, festen Brennstoff aus Tierdung in großen Kraftwerken einzusetzen und gleichzeitig Geruchsbelästigungen und Umweltprobleme zu reduzieren. Erfolgreiche Testverbrennungen in den Jahren 2024 und 2025 haben den Weg für die Industrialisierung geebnet, und unterstützende Maßnahmen wurden eingeführt.

Bis 2030 soll die Umwandlung von Tierdung in festen Brennstoff auf jährlich 1,18 Millionen Tonnen ausgeweitet werden. Damit können jedes Jahr 38.000 Haushalte mit Strom versorgt und 500.000 Tonnen Treibhausgase (entspricht 360.000 Fahrzeugen) eingespart werden. In den Produktionsanlagen in Suncheon und Gimje werden derzeit etwa 10.000 Tonnen fester Brennstoff pro Jahr hergestellt, mit dem Ziel, bis 2029 660.000 Tonnen und bis 2030 eine Million Tonnen zu erreichen. Neun Produktionsstätten sind im Bau, bis 2030 sollen insgesamt 25 Anlagen entstehen.

Zur Verbesserung der Qualität des Tierdungs werden Maßnahmen wie schnelle Sammlung und Unterstützung mit Einstreu umgesetzt. Die durch die Bemühungen der Landwirte erzielten CO2-Einsparungen werden berechnet und durch Niedrigkohlenstoff-Programme gefördert. Die bei der Verbrennung entstehende Asche wird als Dünger verwertet, und Verfahren zur Gewinnung von Phosphor (P) werden entwickelt, um einen höheren Mehrwert zu erzielen. Die Regierung arbeitet zudem an der Lockerung der Feuchtigkeitsstandards und führt Testverbrennungen durch, um die Energiegewinnung aus feuchtem Tierdung zu ermöglichen.

Standardisierte Produktionsprozesse und wirtschaftliche Verbesserungen sollen die Rentabilität fester Brennstoffe erhöhen. Die Unterstützung bei der Installation von Heizkesseln und Kraftwerken in landwirtschaftlichen und industriellen Einrichtungen trägt zur Senkung der Energiekosten bei. Das Ministerium strebt an, die nachhaltige Ressourcennutzung auf lokaler Ebene durch verbesserte Praxistauglichkeit und Wirtschaftlichkeit zu erweitern. Das Projekt gilt als wirksame Alternative zu Kohle und wird einen bedeutenden Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasen leisten.


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