Die südkoreanische Regierung hat einen umfassenden Plan zur Umwandlung von Tierdung in erneuerbare Energie bis 2030 vorgestellt. Das Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und ländliche Angelegenheiten reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach erneuerbaren Energien und die Umweltbelastung durch die Viehwirtschaft. Mit dem ‚Aktivierungsplan für Festbrennstoffe aus Tierdung‘ sollen Festbrennstoffe aus Dung in großen Kraftwerken genutzt werden. Erfolgreiche Testverbrennungen in den Jahren 2024 und 2025 ebneten den Weg für die Industrialisierung. Das Programm umfasst eine Paketförderung für Produktion und Nachfrage und markiert den Beginn einer umfassenden Energiewende.
Bis 2030 soll die jährliche Umwandlung von Tierdung in Festbrennstoff auf 1,18 Millionen Tonnen steigen, wodurch Strom für 38.000 Haushalte erzeugt wird. Zudem werden jährlich 500.000 Tonnen Treibhausgase eingespart, was den Emissionen von 360.000 Fahrzeugen entspricht. In den Hauptanlagen in Suncheon und Gimje werden derzeit rund 10.000 Tonnen Festbrennstoff pro Jahr produziert. Die Nutzung soll bis 2029 auf 660.000 Tonnen und bis 2030 auf 1 Million Tonnen ausgeweitet werden. Das Projekt wird von der Abteilung für Umweltressourcen im Landwirtschaftsministerium koordiniert, Anfragen unter 044-201-2362.
Zur Verbesserung der Brennstoffqualität werden Maßnahmen wie die schnelle Sammlung von Tierdung und die Unterstützung von Einstreu umgesetzt. Der Dung wird innerhalb von drei Monaten gesammelt, um die Eignung für die Festbrennstoffproduktion zu gewährleisten. Die bei der Verbrennung entstehende Asche wird als Düngerrohstoff genutzt, und Verfahren zur Phosphorextraktion werden entwickelt. Pilotprojekte zur Umwandlung von feuchtem Tierdung in Energie laufen, um die Feuchtigkeitsstandards zu lockern und die Energiegewinnung zu erleichtern.
Bis 2030 werden 25 Produktionsanlagen für Festbrennstoffe errichtet, um die Versorgung zu sichern. Die Regierung erhöht die Fördermittel und den staatlichen Finanzierungsanteil, um die Belastung der Landwirte zu verringern, und standardisiert die Produktionsprozesse zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit. Das Ministerium betont die Bedeutung von Praxistauglichkeit und Wirtschaftlichkeit und will nachhaltige Ressourcensysteme auf regionaler Ebene ausbauen. Das Projekt verspricht erhebliche ökologische und wirtschaftliche Vorteile, darunter Kohleersatz, Treibhausgasreduktion und Verringerung von Geruchsbelastungen.