[2026-01-13]Südkorea verschärft Kriterien für altersfreundliche Städte durch Gesetzesänderung

Am 13. Juni 2024 verabschiedete das Kabinett die Teiländerung der Durchführungsverordnung zum Seniorenwohlfahrtsgesetz, wodurch klare Kriterien, Verfahren, Gültigkeitsdauer sowie Unterstützungs- und Widerrufsregelungen für die Ausweisung altersfreundlicher Städte geschaffen wurden. Mit dieser Änderung erhält der Gesundheitsminister die rechtliche Grundlage, altersfreundliche Städte offiziell zu benennen. Eine altersfreundliche Stadt ist eine Region, in der ältere Menschen aktiv an der lokalen Politik und Entwicklung teilnehmen und durch gezielte Maßnahmen gestärkt werden, um Pflege, Sicherheit und ein gesundes, aktives Leben im Alter zu gewährleisten. Ziel ist es, die Lebensqualität älterer Menschen auf kommunaler Ebene umfassend zu verbessern und auf die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft zu reagieren.

Laut der geänderten Verordnung müssen Sonderbürgermeister, Gouverneure, Bürgermeister, Landräte und Bezirksleiter Organisationsstrukturen und Fachpersonal für die Förderung altersfreundlicher Städte aufbauen. Sie sind verpflichtet, dem Gesundheitsminister Unterlagen vorzulegen, die die Förderung der Beteiligung und Stärkung älterer Menschen, Erfolge in Pflege, Sicherheit und gesundem Altern sowie Pläne zur Schaffung altersfreundlicher Städte gemäß den Kriterien nachweisen. Die Gültigkeitsdauer der Ausweisung beträgt fünf Jahre, und der Minister kann administrative Unterstützung wie Schulungen, Beratung, Aufbau von Kooperationsstrukturen und Öffentlichkeitsarbeit anbieten. Nach der Ausweisung wird der Umsetzungsstand jährlich überprüft, und die Kommunen müssen die Ergebnisse dem Minister berichten.

Wird die Ausweisung durch Täuschung oder andere unlautere Mittel erlangt oder werden die Pläne ohne triftigen Grund nicht umgesetzt, wird die Ausweisung widerrufen. Die Ausweisung oder der Widerruf werden dem Leiter der jeweiligen Kommunalverwaltung mitgeteilt und auf der Website des Ministeriums für Gesundheit und Wohlfahrt veröffentlicht. Das Ministerium plant, im ersten Halbjahr dieses Jahres detaillierte Leitlinien zu erstellen, um die stabile Umsetzung des Systems zu gewährleisten. Dies soll eine an die lokalen Gegebenheiten angepasste Politik fördern, die Beteiligung älterer Menschen an politischen Prozessen erweitern und eine systematische Unterstützung in den Bereichen Pflege, Sicherheit und Gesundheit ermöglichen.

Im Eul-gi, Direktor der Seniorenpolitik im Ministerium für Gesundheit und Wohlfahrt, erklärte, dass die Ausweisung altersfreundlicher Städte dazu beitragen werde, die Perspektiven und Bedürfnisse älterer Menschen in der lokalen Politik tatsächlich zu berücksichtigen und Regionen zu fördern, in denen Senioren gut leben können. Die Änderung stärkt die Verantwortung und Rolle der Kommunalverwaltungen und schafft eine Grundlage für nachhaltige Sozialpolitik angesichts einer alternden Gesellschaft. Sollte das System landesweit ausgeweitet werden, ist mit positiven Auswirkungen auf die Lebensqualität älterer Menschen und die Integration in die Gemeinschaft zu rechnen. Für Rückfragen steht die Abteilung Seniorenpolitik im Ministerium für Gesundheit und Wohlfahrt (044-202-3456) zur Verfügung.


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