Im Frühjahr 2025 wurde das Dorf Togat in Wonrim 2-ri, Andong, Gyeongbuk, von einem verheerenden Waldbrand zerstört. Viele Bewohner verloren ihr Zuhause und lebten in provisorischen Unterkünften, wobei das Gemeindehaus das einzige erhaltene Gebäude blieb. Nach der Katastrophe begann die lokale Jugend-Fotogruppe ‚Localgraphy May‘, das Dorf regelmäßig zu besuchen, um mit den Betroffenen in Kontakt zu treten und Aktivitäten zur Wiederherstellung und Dokumentation zu starten. Unterstützt durch das Projekt ‚Aktivierung von Jugendgemeinschaften in Waldbrand-Katastrophengebieten‘ des Innenministeriums bauten sie durch kontinuierliche Besuche Vertrauen auf.
Der am 22. März 2025 ausgebrochene Waldbrand verwüstete 99.289 Hektar in fünf Landkreisen: Uiseong, Andong, Cheongsong, Yeongyang und Yeongdeok. Rund 40 Bewohner von Togat kehrten zurück und lebten gemeinsam im Gemeindehaus, um den Wiederaufbau voranzutreiben. Localgraphy May, gegründet 2018, war eines von zehn Jugendteams, die von der Regierung unterstützt wurden und sich um Katastrophendokumentation, Hilfe für Betroffene, Dorfpflege sowie psychologische und kulturelle Programme kümmerten. Das Ministeriumsprojekt startete im September 2025 und umfasste die betroffenen Regionen Gyeongbuk, Gyeongnam, Ulsan und Gangwon.
Aktivisten wie Minji Choi und Jaegak Lee besuchten mit ihrem Team jedes Wochenende das Dorf, um mit den älteren Bewohnern durch Fotografie und Malerei in Kontakt zu treten. Anfangs glaubten die Dorfbewohner, die Besuche der Jugendlichen seien nur von kurzer Dauer, doch durch ihre Beständigkeit und ehrliche Kommunikation öffneten sie ihre Herzen. Die künstlerischen Aktivitäten halfen, das Trauma des Waldbrands zu verarbeiten, und die Bewohner konnten Erinnerungen an verlorene Häuser und wertvolle Momente in Bildern und Fotos festhalten. Die Atmosphäre im Dorf wurde spürbar positiver und die Gemeinschaft gestärkt.
Im November 2025 organisierte Localgraphy May eine Ausstellung in der Innenstadt von Andong mit den Zeichnungen und Porträts der Bewohner. Die Dorfbewohner zeigten sich dankbar und berührt, ihre Werke und Fotos ausgestellt zu sehen. Aktivistin Minji Choi betonte, wie wichtig es sei, die Geschichte des Waldbrands und des Dorfes nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Für 2026 sind weitere Dokumentationen und eine größere Ausstellung geplant, um auch andere betroffene Dörfer einzubeziehen. Die fortlaufende Arbeit der Jugendgemeinschaft wird als entscheidend für den Wiederaufbau und die Stärkung der lokalen Gesellschaft angesehen.
Der Artikel verdeutlicht die zentrale Rolle von Jugendgemeinschaften bei der Bewältigung von Katastrophen und dem Wiederaufbau lokaler Strukturen. Durch Fotografie und Kunst ermöglichte Localgraphy May nicht nur die Dokumentation des Wiederaufbaus, sondern auch die emotionale Heilung und Stärkung des Gemeinschaftsgefühls. Die kontinuierliche Präsenz und das aufrichtige Engagement der Jugendlichen spendeten den Betroffenen Hoffnung und psychische Stabilität. Dieses Beispiel zeigt, wie jugendliches Engagement und kreative Ansätze in der Katastrophenhilfe besonders wirksam sein können und als Vorbild für zukünftige Wiederaufbauprojekte dienen.