Die südkoreanische Regierung hat die „Nationale KI-Bio-Strategie“ verabschiedet, um die Entwicklung neuer Arzneimittel zu beschleunigen und Forschungs- sowie Industrieinnovationen durch den Aufbau eines innovativen Ökosystems aus KI-Modellen, Daten und Infrastruktur voranzutreiben.
Die Strategie konzentriert sich auf fünf Kernbereiche: Arzneimittelentwicklung, Gehirn- und Anti-Aging-Forschung, Medizingeräte, Bioproduktion sowie Agrar- und Lebensmitteltechnologie (Green Biotech). In diesen Bereichen sollen KI-Bio-Modelle entwickelt und interdisziplinäre Forschungszentren eingerichtet werden, an denen Biowissenschaftler, KI-Entwickler und Datenwissenschaftler zusammenarbeiten.
Während der zweiten Ministerratssitzung für Wissenschaft und Technologie am 18. dieses Monats kündigte das Ministerium für Wissenschaft und Technologie, Informations- und Kommunikationswesen (MSIT) die Genehmigung dieser von mehreren Regierungsbehörden gemeinsam ausgearbeiteten Strategie an. Vize-Premierminister und MSIT-Chef Bae Kyung-hoon hatte bereits im Juli bei einem Forscherforum sein Engagement bekundet.
Zudem plant die Regierung, den Zugang zu hochwertigen biomedizinischen Daten zu verbessern und Hochleistungsrechnerinfrastrukturen aufzubauen, um die Analyse großer Datenmengen und die Entwicklung von KI-Modellen zu unterstützen. Bis 2030 sollen über 7 Millionen Datensätze, darunter von 1 Million Südkoreanern, gesammelt werden.