Das Personalinnovationsamt Südkoreas kündigte Reformen an, darunter die Umstellung des Stellenwettbewerbs der Stufe 9 auf eine berufliche Eignungsprüfung (PSAT), die kritisches Denken bewertet, sowie die Einführung eines Frühförderungssystems für Stufe-5-Beförderungen. Zudem werden Maßnahmen gegen Korruption, Belästigung und unangemessenes Verhalten verschärft, wobei die Disziplinarfrist für Stalking und Verbreitung obszöner Inhalte auf bis zu 10 Jahre verlängert wird.
Diese Reformen zielen darauf ab, eine leistungs- und verantwortungsbasierte öffentliche Verwaltung zu schaffen und die Verwaltungskultur zu verbessern. Es werden Systeme zur kontinuierlichen Leistungsüberwachung eingeführt, die Belohnungen für proaktive Verwaltung um über 50 % erhöht und Anreize für herausragende Beamte geschaffen. Bis 2030 soll zudem ein nationales Rekrutierungszentrum in Sejong errichtet werden, um den Rekrutierungsprozess im öffentlichen Sektor zu zentralisieren.
Um Transparenz zu fördern, werden regelmäßig Überprüfungen der Aktienbesitze, Blind Trusts und Verbote der Beteiligung an verwandten Angelegenheiten für hochrangige Beamte durchgeführt. Ein Meldesystem wird eingerichtet, um Verstöße zu melden, und Beziehungen bei Aktienverkäufen müssen offengelegt werden. Auch die Sanktionen bei Verwaltungsversäumnissen und diskriminierendem Verhalten werden verschärft.
Darüber hinaus sollen die Arbeitsbedingungen junger Beamter verbessert, der Anteil weiblicher Führungskräfte bis 2030 auf 20 % erhöht und das Startgehalt für Stufe-9-Beamte bis 2027 auf 3 Millionen Won monatlich angehoben werden. Zusätzlich werden spezielle Kredite zu günstigen Konditionen und zusätzliche Urlaubstage für Beamte mit geringer Berufserfahrung angeboten.