Die koreanische Seuchenkontrollbehörde erweitert ihr Quarantänesystem, das bisher auf die Verhinderung der Einschleppung von Infektionskrankheiten ausgerichtet war, um die Gesundheitsprävention und Informationsbereitstellung für Reisende. Am 17. Oktober kündigte die Behörde die Einführung eines auf künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Quarantänesystems und die Bereitstellung maßgeschneiderter Gesundheitsinformationen für Reisende sowie die Verstärkung der Hygienekontrolle in Transportmitteln an.
Diese Initiative ist Teil der nationalen Agenda der Regierung von Lee Jae-myung zur Verbesserung des Krisenreaktionssystems für Infektionskrankheiten und soll bis 2027 institutionalisiert werden. Bei einer gemeinsamen Übung in der Metropolregion zur Reaktion auf neu eingeschleppte Infektionskrankheiten (Disease X) wurde die Ankunft eines Flugzeugs mit Passagieren simuliert, die mit einem fiktiven Virus infiziert sind, und Quarantäneinspektoren des Flughafens Incheon führten Untersuchungen bei den Passagieren durch.
Die Behörde hat die Mission, die Gesundheit der Bürger vor den Risiken von Infektionskrankheiten zu schützen, indem ein Quarantänesystem implementiert wird, das in normalen Zeiten Prävention und Information bietet und in Krisenzeiten schnell reagieren kann. Um dies zu erreichen, werden Pilotprojekte in Hauptprojekte umgewandelt und präventive Maßnahmen wie die Bereitstellung von Informationen für die Öffentlichkeit und die Hygienekontrolle in Transportmitteln verstärkt.
Die Behörde entwickelt auch ein reisefreundliches Quarantänesystem unter Nutzung von KI und Daten. Das öffentliche AX-Projekt wird ein auf KI und IoT (Internet der Dinge) basierendes Quarantäneprüfsystem umfassen, um Quarantäneuntersuchungen durch die Verknüpfung von Einreisedaten der Reisenden mit Überwachungsinformationen über ausländische Infektionskrankheiten zu unterstützen. Darüber hinaus wird ein mehrsprachiges System eingeführt, damit Ausländer Symptome leicht melden können.