Das südkoreanische Ministerium für Handel, Industrie und Energie gab den Abschluss der Verhandlungen zur Verbesserung des Freihandelsabkommens (FTA) zwischen Südkorea und dem Vereinigten Königreich bekannt. Dieses Abkommen umfasst die Lockerung der Ursprungsregeln für wichtige Exportgüter wie Autos und koreanische Lebensmittel, die Verbesserung des Visumsystems zur Erleichterung der Einreise und des vorübergehenden Aufenthalts von Fachkräften im Vereinigten Königreich sowie die Einführung neuer digitaler Handelsnormen.
Seit der Erklärung des Brexit haben Südkorea und das Vereinigte Königreich daran gearbeitet, die Kontinuität des Handels und der Investitionen aufrechtzuerhalten, indem sie zunächst ein FTA ähnlich dem FTA zwischen Südkorea und der Europäischen Union im Jahr 2021 unterzeichneten. Seitdem haben sie sechs Verhandlungsrunden und fünf Ministertreffen durchgeführt, um das Abkommen zu verbessern. Im Juni einigten sich die Staats- und Regierungschefs beider Länder beim G7-Gipfel in Kanada darauf, die Verhandlungen zu beschleunigen, um sie noch vor Jahresende abzuschließen.
Das neue Abkommen umfasst die Lockerung der strengen Ursprungsregeln für Produkte wie Autos und Lebensmittel, was es koreanischen Unternehmen erleichtern wird, von den Vorzugszöllen des FTA zu profitieren. Darüber hinaus wurde eine zusätzliche Öffnung des Dienstleistungsmarktes und eine Verbesserung des Zugangs zum öffentlichen Beschaffungsmarkt des Vereinigten Königreichs vereinbart. Es wurden auch Kooperationsnormen in Bereichen wie Digitalisierung und Stabilisierung der Lieferkette eingeführt.
Der südkoreanische Handelsminister Han-Koo Yeo betonte, dass der Abschluss dieser Verhandlungen die wirtschaftlichen Beziehungen zum Vereinigten Königreich stärken und die Ordnung des freien Marktes in einem unsicheren Handelsumfeld festigen werde. Der britische Handelsminister Chris Bryant hob hervor, dass das Abkommen das Wirtschaftswachstum unterstützen wird, indem es die Zusammenarbeit in den Dienstleistungsbranchen und führenden Unternehmen beider Länder fördert.