Am 24. Januar 2026 wurde in einem Schweinebetrieb in Pocheon, Provinz Gyeonggi, die Afrikanische Schweinepest (ASP) bestätigt, was landesweit zu erhöhter Alarmbereitschaft führte. Es handelt sich um den dritten bestätigten Fall in diesem Jahr, nach einem Ausbruch in Anseong am Vortag. Der Landwirt meldete den Tod von Schweinen, woraufhin eine genaue Untersuchung die Infektion bestätigte. Das Landwirtschaftsministerium und lokale Behörden beriefen daraufhin eine Krisensitzung ein, um die Situation zu bewerten und Gegenmaßnahmen zu besprechen.
Der betroffene Betrieb hielt 7.945 Schweine. Das Zentrale Krisenmanagement entsandte sofort Einsatz- und Epidemiologieteams, um den Zugang für Außenstehende und Fahrzeuge zu beschränken. Zur Eindämmung wurden alle Tiere gekeult und für 24 Stunden eine Bewegungsbeschränkung für Mitarbeiter und Fahrzeuge in neun angrenzenden Städten und Landkreisen verhängt. Zusätzlich wurden 48 Desinfektionsfahrzeuge eingesetzt, um 323 nahegelegene Betriebe und Straßen intensiv zu reinigen, während ein zentrales Einsatzteam das Geschehen vor Ort koordinierte. Innerhalb eines 10-km-Radius wurden 56 Betriebe, 29 epidemiologisch verbundene Höfe und vier Fahrzeuge einer Notfallkontrolle unterzogen.
Angesichts der jüngsten Ausbrüche in Gangneung, Anseong und Pocheon verstärkt das Krisenmanagement landesweit präventive Maßnahmen wie umfassende Desinfektionen, Umweltkontrollen und Überwachung. Es werden gezielte Reinigungen und Zertifizierungen für Betriebe und Unterkünfte durchgeführt, und die Kontrollen erstrecken sich auch auf ausländische Arbeitskräfte. Da die ASP auch in Regionen ohne Wildschweinnachweise auftritt, wird die Biosicherheit in Grenzgebieten in Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium verstärkt. Bei Nichteinhaltung der Vorschriften drohen Sanktionen, und die Wiedereinstallung von Tieren ist an strengere Bedingungen geknüpft.
Vize-Minister Kim Jong-gu forderte Behörden und Landwirte auf, die Biosicherheit und Straßendesinfektion zu intensivieren und verdächtige Symptome umgehend zu melden. Die Keulung von 7.945 Schweinen entspricht weniger als 0,07 % des nationalen Bestands, sodass keine gravierenden Auswirkungen auf die Schweinefleischversorgung erwartet werden. Die Regierung wird nach Expertenkonsultationen weitere Maßnahmen wie landesweite Umweltkontrollen und ein Importverbot für illegale Tierprodukte umsetzen und die Versorgungslage kontinuierlich überwachen.
Der aktuelle ASP-Ausbruch unterstreicht die Bedeutung einer schnellen Reaktion und der Zusammenarbeit mehrerer Behörden im Seuchenschutz. Das Auftreten in Regionen ohne Wildschweinnachweise weist auf Lücken im bisherigen Biosicherheitskonzept hin und macht mehrschichtige Strategien wie Umweltmanagement, Mitarbeiterschulungen und Bewegungsbeschränkungen notwendig. Künftig werden Echtzeitdaten, KI-gestützte Risikoanalysen und ein effizienter Informationsaustausch zwischen Betrieben und Behörden entscheidend für die Bekämpfung von Tierseuchen sein.