Am 23. Januar veranstaltete das südkoreanische Gesundheits- und Sozialministerium die erste zentrale-lokale Gesundheits- und Sozialkonferenz 2026. Im Mittelpunkt standen die verpflichtende Einführung barrierefreier Kioske und die landesweite Ausweitung integrierter medizinischer, pflegerischer und betreuender Dienstleistungen. Die von Vize-Ministerin Lee Seuran geleitete Konferenz versammelte die Leiter der Sozial- und Gesundheitsämter aller 17 Provinzen und Städte. Ziel war es, den Umsetzungsstand der im Vorjahr diskutierten Maßnahmen zu überprüfen und Kooperationsstrategien für die wichtigsten Sozialpolitikvorhaben 2026 zu erarbeiten. Besonderes Augenmerk lag auf dem Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen und anderen vulnerablen Gruppen.
Durch die Änderung des Gesetzes zur Verhinderung der Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen müssen ab dem 28. Januar 2024 alle Betriebe – mit Ausnahme kleiner öffentlicher Einrichtungen unter 50 m2, Kleinunternehmer und Standorte mit Tischbestell-Kleingeräten – barrierefreie Kioske installieren. Das Ministerium und die Kommunen verteilen Informationsmaterialien und verstärken Schulungen und Öffentlichkeitsarbeit, um die Betroffenen auf die neue Regelung vorzubereiten. Nach der Einführung sind landesweite Erhebungen in öffentlichen, Bildungs- und medizinischen Einrichtungen geplant, um eine rasche Etablierung des Systems zu gewährleisten. Ab dem 27. März wird zudem die integrierte medizinische, pflegerische und betreuende Unterstützung landesweit verfügbar sein.
Die lokalen Verwaltungen – Städte, Landkreise und Gemeinden – bereiten sich durch die Einrichtung spezieller Teams und die Verabschiedung entsprechender Satzungen intensiv auf die reibungslose Umsetzung der integrierten Pflege vor. Vize-Ministerin Lee Seuran betonte, dass die Zusammenarbeit mit den Kommunen entscheidend für die Stärkung des sozialen Sicherheitsnetzes und die spürbare Wirkung der Politik für die Bürger sei. Sie hob hervor, dass insbesondere für Senioren und Menschen mit Behinderungen kontinuierliche und sorgfältige Bemühungen notwendig sind, um Alltagsbarrieren abzubauen. Weitere Themen der Konferenz waren regionale Gesundheitsversorgung, Suizidprävention und Jugendförderung.
Das Gesundheits- und Sozialministerium und die Kommunen werden die Umsetzung der besprochenen Maßnahmen künftig kontinuierlich überwachen. Durch die enge Zusammenarbeit als einheitliches Team sollen schnell spürbare Ergebnisse für die Bevölkerung erzielt werden. Die neuen Regelungen gelten als wichtiger Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität für benachteiligte Gruppen und zur Förderung einer inklusiven Sozialpolitik in Korea. Mit verstärkter Vorbereitung und Kooperation vor Ort ist ein Ausbau und eine höhere Wirksamkeit der Sozialleistungen für alle Bürger zu erwarten.
Die verpflichtende Einführung barrierefreier Kioske und die landesweite integrierte Pflege markieren einen Meilenstein für digitale Barrierefreiheit und inklusive Sozialpolitik in Korea. Das strukturierte Kooperationsmodell zwischen Zentralregierung und Kommunen erhöht die Wirksamkeit der Maßnahmen und adressiert gezielt die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen und Senioren. Kontinuierliche Erhebungen und Rückmeldungen aus der Praxis werden entscheidend für die Weiterentwicklung und Optimierung des Systems sein und Korea als Vorreiter für fortschrittliche Sozialpolitik positionieren.