Der vom südkoreanischen Gesundheitsministerium produzierte Kurzfilm ‚Meine Frau hat Depressionen‘ hat innerhalb eines Monats über 5 Millionen Aufrufe erzielt und sorgt landesweit für große Resonanz. Der Film zeigt realistisch, dass Depressionen jede gewöhnliche Familie treffen können, und schildert einfühlsam den gemeinsamen Kampf und den Weg zur Genesung. Die Darstellung geht über eine bloße Warnung hinaus und vermittelt durch die authentische Schilderung des Alltags von Betroffenen und Angehörigen tiefe Empathie. Besonders bemerkenswert ist, dass die Kommentarfunktion zu einem Ort des Austauschs und der gegenseitigen Unterstützung geworden ist.
Das Projekt wurde vom Digital Communication Team des Ministeriums unter Einbeziehung psychiatrischer Fachberatung sorgfältig vorbereitet. Der Film macht deutlich, dass Depression keine Frage des Willens, sondern eine biologische Erkrankung ist, die professionelle Hilfe und Behandlung erfordert. Die Figur des Ehemanns In-hyuk, der seine Frau nicht verurteilt, sondern sie unterstützt und sich informiert, bietet vielen Familien Trost und Orientierung. Unter dem Video finden sich über 1.000 ehrliche Kommentare, in denen Zuschauer berichten, sich in der Geschichte wiederzufinden und Trost erfahren zu haben.
In den Kommentaren empfehlen sich die Zuschauer gegenseitig die Suizidpräventions-Hotline ‚109‘ und teilen ihre eigenen Erfahrungen mit der Genesung, wodurch eine spontane Solidargemeinschaft entsteht. Das Ministerium nutzte die Popularität des Films, um ein Event zum Auffinden der versteckten Nummer ‚109‘ im Video zu veranstalten und so politische Informationen zugänglicher zu machen. Die rund um die Uhr erreichbare Hotline ‚109‘ wird als lebenswichtige Sicherheitsleine in Krisensituationen hervorgehoben. Sprecher Hyun Soo-yeop betonte, dass die Genesung von Depressionen Zeit braucht, aber mit der richtigen Unterstützung möglich ist, und kündigte weitere bürgernahe Inhalte an.
Diese Kampagne zeigt, wie öffentliche Inhalte von einseitiger Informationsvermittlung zu einer Plattform für Austausch und gegenseitige Hilfe werden können. Das gesellschaftliche Bewusstsein für Depressionen wird gestärkt und die Bekanntheit der Hotline 109 erhöht, was konkrete Unterstützung für Betroffene bietet. Solche Initiativen können die psychische Gesundheit und Suizidprävention in der Bevölkerung nachhaltig fördern. Die fortlaufenden Bemühungen des Ministeriums könnten das Leben vieler Menschen positiv verändern.
Diese Nachricht ist ein Beispiel dafür, wie öffentliche Institutionen digitale Medien nutzen können, um psychische Gesundheitsthemen effektiv anzugehen. Durch die Kombination von realitätsnaher Erzählweise und fachlicher Beratung wird das Stigma um Depressionen abgebaut und die Notwendigkeit professioneller Hilfe vermittelt. Die partizipative Kommentarkultur und die Bekanntmachung der Hotline 109 zeigen das Potenzial digitaler Kommunikation für spontane Solidarität und konkrete Unterstützung. Dieses Modell könnte künftig auf weitere gesellschaftliche Herausforderungen übertragen werden.