Yeo Han-koo, Handelsminister Südkoreas, nahm am Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums 2026 in Davos teil und führte rund 50 Gespräche mit wichtigen Handelsministern, CEOs globaler Unternehmen und renommierten Wissenschaftlern. Unter dem Motto ‚Geist des Dialogs‘ versammelte das Forum eine Rekordzahl von Regierungs- und Wirtschaftsvertretern, um in Zeiten großer globaler Unsicherheit zentrale Handelsfragen zu diskutieren. Yeo setzte sich aktiv für die Lösung von Handelsproblemen, den Ausbau von Netzwerken und die Förderung globaler Investitionen ein, unter anderem durch die Teilnahme am WTO-Handelsministertreffen und die Leitung der Sitzung zum Investitionsförderungsabkommen (IFDA). Auch Themen wie Künstliche Intelligenz, kritische Mineralien und Digitalisierung standen im Fokus.
Minister Yeo traf sich mit Vertretern des US-Handelsministeriums, den Gouverneuren von Michigan, Kalifornien und Kentucky sowie mit Handelsverantwortlichen aus der EU, Kanada, Frankreich, der Schweiz und Israel, um über Handelsfragen zwischen Korea und den USA, Stahlimportbeschränkungen und die Stärkung der industriellen Zusammenarbeit zu sprechen. Mit dem GCC, Thailand, Ägypten, der Mongolei, Bangladesch und Argentinien wurden die Beschleunigung von FTA- und CEPA-Verhandlungen sowie Fortschritte bei den Dienstleistungs- und Investitionsgesprächen im Rahmen des Korea-China-FTA erörtert. In Gesprächen mit CEOs von Merck, Apple, Ørsted, AstraZeneca, Coca-Cola, AWS, Maersk und Trafigura stellte Yeo Koreas Politik zur Förderung neuer Industrien vor und warb um verstärkte Investitionen.
Yeo führte zudem vertiefte Gespräche mit Experten aus den Bereichen Halbleiter, KI und internationale Beziehungen. Mit Chris Miller, Autor von ‚Chip War‘, diskutierte er über US-Halbleiterregulierungen und globale Branchenaussichten. Dem KI-Experten Yoshua Bengio stellte er Koreas Politik zur Steigerung der Produktivität im verarbeitenden Gewerbe (M.AX) vor und holte dessen Einschätzungen ein. Mit Ian Bremmer, Präsident der Eurasia Group, tauschte er sich über internationale Entwicklungen, einschließlich der US-chinesischen Beziehungen, aus. In verschiedenen Davos-Sitzungen präsentierte Yeo Koreas Strategien in den Bereichen KI, Digitalisierung und Lieferketten und betonte die Bedeutung globaler Zusammenarbeit.
Beim informellen WTO-Handelsministertreffen setzte sich Yeo für die Aufnahme des IFDA in das WTO-System, die Verlängerung des E-Commerce-Moratoriums und die Reform der WTO ein. Er betonte, dass die bevorstehende MC-14 ein Prüfstein für die Glaubwürdigkeit der WTO sei und dass plurilaterale Abkommen eine realistische Lösung bieten. Korea will eine führende Rolle bei der offiziellen Annahme des IFDA spielen und konstruktiv zur WTO-Reform beitragen. Yeo bestätigte Koreas Engagement als Koordinator im multilateralen Handelssystem und hob das große internationale Interesse an Dialog, Zusammenarbeit und Investitionen in Korea hervor.
Südkoreas proaktives Engagement beim Davos-Forum unterstreicht seine Schlüsselrolle bei der Bewältigung globaler Handelsherausforderungen und der Gestaltung einer neuen multilateralen Ordnung. Durch die Führung bei IFDA- und WTO-Reformdiskussionen positioniert sich Korea als Regelsetzer im globalen Handel. Der Fokus auf KI, Halbleiter und digitale Transformation sowie die Förderung ausländischer Investitionen stärken Koreas zukünftige Wachstumschancen und internationale Wettbewerbsfähigkeit.