Ab 2026 setzt die südkoreanische Regierung weitreichende Reformen in den Bereichen Lebensqualität, regionale Wirtschaft, Umwelt und Unternehmensgründung um. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen eine Erhöhung der Passgebühren um 2.000 KRW, eine 50%ige Rückerstattung der Reisekosten für Besuche in ländlichen Regionen mit Bevölkerungsrückgang, kostenlose Sportkurse für Senioren sowie eine verstärkte Förderung emissionsfreier Fahrzeuge. Zudem werden Etiketten auf Mineralwasserflaschen abgeschafft und die Verwendung von recyceltem Kunststoff in der Getränkeproduktion verpflichtend. Start-up One-Stop-Zentren und das Programm „Commercial Renaissance 2.0“ stärken die Wettbewerbsfähigkeit lokaler Unternehmen.
Ab März 2026 steigen die Passgebühren um 2.000 KRW: Der elektronische Pass mit 10 Jahren Gültigkeit kostet dann 40.000 KRW, der mit 5 Jahren 35.000 KRW. Wer in eine der 20 ausgewählten ländlichen Regionen reist, erhält 50% der Reisekosten in Form von Regionalwährung zurück (maximal 100.000 KRW pro Person, 200.000 KRW pro Gruppe). Transportunternehmen, die Elektro- oder Wasserstoffbusse anschaffen, können langfristige, zinsgünstige Kredite von bis zu 200 Millionen KRW pro Fahrzeug erhalten. Die Entschädigung für Drittschäden durch Brände von E-Fahrzeugen wird auf bis zu 10 Milliarden KRW pro Vorfall erhöht. Getränkehersteller mit einer Jahresproduktion von über 5.000 Tonnen müssen ab 2026 mindestens 10% recyceltes Material verwenden, bis 2030 steigt die Quote auf 30%.
Das Außenministerium begründet die Gebührenerhöhung mit gestiegenen Produktionskosten und einem seit 20 Jahren bestehenden Defizit. Die Regierung erwartet durch die Rückerstattung in Regionalwährung eine Belebung des Tourismus und höhere Umsätze für lokale Kleinunternehmen. Kostenlose Sportkurse für Senioren sollen Gesundheit und soziale Teilhabe fördern. Weitere Reformen umfassen die Öffnung von Schulsportanlagen für Anwohner, strengere Qualifikationsanforderungen für Sportlehrer, geänderte Führerscheinverlängerungsfristen und härtere Strafen für Drogenfahrten. Das Katastrophenwarnsystem wird mit neuen Hitzewarnungen und Erdbebenalarmen modernisiert.
Zur Unterstützung von Start-ups und regionalen Wirtschaftskreisen werden One-Stop-Zentren und das Programm „Commercial Renaissance 2.0“ eingeführt. Das nationale Projekt „Jeder kann Ideen einreichen“ fördert die Bürgerbeteiligung an der Politikgestaltung und belohnt innovative Vorschläge. Ein neues Prämiensystem für die Meldung von Geheimnisverrat ins Ausland soll Technologiediebstahl verhindern. Diese umfassenden Maßnahmen sollen die Lebensqualität verbessern, die regionale Entwicklung fördern, den Übergang zu einer grünen Wirtschaft beschleunigen und das Innovationsökosystem Südkoreas stärken.
Die neuen politischen Maßnahmen gehen über reine Verwaltungsreformen hinaus und setzen auf nachhaltige Entwicklung, regionale Stärkung und Innovationsförderung. Die Einführung von Regionalwährungs-Rückerstattungen, die Förderung emissionsfreier Fahrzeuge und die Pflicht zur Nutzung recycelter Materialien sind wichtige Schritte hin zu einer Kreislaufwirtschaft und mehr Umweltschutz. Die Unterstützung von Start-ups und der Schutz geistigen Eigentums stärken das Innovationspotenzial und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Insgesamt werden diese Reformen die Lebensqualität erhöhen, strukturelle Veränderungen anstoßen und die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft langfristig sichern.