Das südkoreanische Ministerium für Wissenschaft und IKT hat das KI-Zentren-Universitäten-Programm für 2026 angekündigt und plant, zehn neue Universitäten auszuwählen, die bis zu acht Jahre lang maximal 24 Milliarden KRW erhalten. Ziel des Programms ist es, die bestehende Software-Ausbildungsbasis zu nutzen, um die KI-Bildung an Hochschulen rasch zu etablieren und zu stärken und so dem steigenden Bedarf an KI-Fachkräften gerecht zu werden. Das Projekt fördert nicht nur die Entwicklung und Implementierung von KI-Experten, sondern auch die systematische Ausbildung von AX-Konvergenzkräften, die KI-Technologien in verschiedenen Fachbereichen anwenden können. Am 30. Dezember 2025 betonte Vizepremier und Minister Bae Kyung-hoon auf der Präsentation des „Eigenen KI Foundation Model“-Projekts in COEX die Bedeutung der KI-Talentausbildung.
Ab diesem Jahr werden zunächst zehn Universitäten ausgewählt, bis 2030 soll die Zahl auf 30 steigen. Die ausgewählten Hochschulen erhalten bis zu acht Jahre (3+3+2 Jahre) jährlich 3 Milliarden KRW, insgesamt bis zu 24 Milliarden KRW. Um Doppelinvestitionen zu vermeiden, richtet sich das Programm an allgemeine vierjährige Universitäten und schließt neun regionale KI-Hub-Universitäten sowie vier große Wissenschafts- und Technologieinstitute aus. Die KI-Zentren-Universitäten verfolgen vier Kernaufgaben: Innovation der KI-Bildungssysteme und institutionelle Verbesserung, Betrieb spezialisierter KI-Lehrpläne, Unterstützung der AX-Transformation und Förderung von Start-ups sowie Stärkung der Rolle bei der Verbreitung von KI-Werten.
Die spezialisierten KI-Lehrpläne bieten allen Studierenden, unabhängig vom Hauptfach, Grund- und Anwendungskurse in KI, um eine breite KI-Kompetenz zu gewährleisten. Neue „Bridge-Kurse“ werden entwickelt, um Studierenden aus Geistes-, Sozial-, Medizin- und anderen Wissenschaften den Erwerb von KI-Konvergenzfähigkeiten zu ermöglichen. Universitäts-Industrie-Kooperationsmodelle fördern Programme zur Arbeitsvermittlung, Langzeitpraktika und gemeinsame Projekte. Gemeinsame Ausschüsse diskutieren regelmäßig die Bildungszusammenarbeit, während branchenspezifische Curricula und Problemlösungsprojekte umgesetzt werden. Studierenden werden kreative Projekte, Mentoring, praxisnahe Lernumgebungen und finanzielle Unterstützung geboten, um Unternehmertum und die Teilnahme an externen KI-Wettbewerben zu fördern.
Die Universitäten öffnen ihre exzellenten personellen und materiellen Ressourcen für die Gemeinschaft und werden zu zentralen Knotenpunkten für die Verbreitung von KI-Werten. Maßgeschneiderte Programme wie KI-Camps für Schüler, technische Seminare für Berufstätige und KI-Freiwilligendienste für benachteiligte Gruppen stärken die KI-Kompetenz in der Bevölkerung. Hochwertige Lehrinhalte werden über die Online-Plattform „Unser KI-Lernen“ kostenlos bereitgestellt, um die Verbreitung von KI-Bildung landesweit zu fördern. Die Zusammenarbeit mit SW-Zentren-Universitäten und gemeinsame Hackathons tragen dazu bei, die KI-Bildungskompetenz koreanischer Hochschulen weiter zu steigern. Die Projektpräsentation findet am 29. Juni im Seoul Post Tower statt, weitere Informationen sind auf den Websites des Ministeriums und des IITP verfügbar.
Das KI-Zentren-Universitäten-Programm geht über die reine Ausbildung von Fachkräften hinaus und legt besonderen Wert auf die enge Verzahnung von Hochschulbildung und industriellen Anforderungen. Die systematische Ausbildung von AX-Talenten, die Förderung von Start-up-Ökosystemen und die Verbreitung von KI-Werten in der Gesellschaft werden die Wettbewerbsfähigkeit Südkoreas im KI-Bereich deutlich stärken. Die landesweite Ausweitung der KI-Bildung und die innovationsgetriebene Neugestaltung der Curricula markieren einen entscheidenden Wendepunkt für den zukünftigen Talentmarkt.