Am 16. Januar wurde im Legehennenbetrieb in Dangjin, Chungnam, mit über 26.000 Tieren hochpathogene Vogelgrippe (H5N1) bestätigt. Dieser Fall ist der erste in einer neuen Region und hat landesweit zu erhöhter Wachsamkeit bei Geflügelbetrieben und Behörden geführt. Das Zentrale Unfallmanagementzentrum berief umgehend eine Sitzung ein, um die Lage zu bewerten und die Biosicherheitsmaßnahmen zu verschärfen. Allein im Januar wurden bereits sieben Fälle gemeldet, was die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung verstärkt.
Dies ist der 35. Fall hochpathogener Vogelgrippe in der Wintersaison 2025/26. Regional verteilen sich die Fälle auf Gyeonggi (9), Chungbuk (9), Chungnam (6), Jeonbuk (3), Jeonnam (7) und Gwangju (1). Bei Wildvögeln wurden insgesamt 24 Fälle nachgewiesen, davon 6 in Chungnam. Die monatlichen Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg: 1 Fall im September, 1 im Oktober, 4 im November, 22 im Dezember und 7 im Januar. Diese Entwicklung unterstreicht die Dringlichkeit verstärkter Biosicherheitsmaßnahmen.
Nach Bestätigung des H5-Antigens entsandte das Zentrale Unfallmanagementzentrum ein Erstreaktionsteam, das Zugangskontrollen, Keulungen und epidemiologische Untersuchungen durchführte. Für alle Legehennenbetriebe, Einrichtungen und Fahrzeuge in Chungnam wurde eine 24-stündige Stilllegungsanordnung erlassen. Im Umkreis von 10 km um den Ausbruchsbetrieb werden 32 Geflügelbetriebe gründlich untersucht. Landesweit werden alle verfügbaren Desinfektionsmittel für Zugvogelgebiete und Zufahrtsstraßen zu Geflügelbetrieben eingesetzt. Auch Betriebe mit geändertem Geflügelbestand und solche desselben Unternehmens werden speziell kontrolliert.
Künftig werden die Behörden die individuelle Betreuung großer Legehennenbetriebe und Hochrisikoregionen bis zum 31. Januar verlängern und eine landesweite Desinfektionswoche mit mindestens zwei Reinigungen pro Tag durchführen. Der Leiter der mobilen Biosicherheitspolitik forderte insbesondere in neu betroffenen Regionen strikte Zugangskontrollen, Inspektionen und Desinfektionen. Geflügelhalter im ganzen Land werden aufgefordert, die grundlegenden Biosicherheitsvorschriften strikt einzuhalten, um weitere Ausbrüche zu verhindern. Diese Maßnahmen sind entscheidend, um die Ausbreitung einzudämmen und die Geflügelwirtschaft zu schützen.
Das Auftreten von H5N1 in einer neuen Region verdeutlicht das Risiko einer überregionalen Ausbreitung der hochpathogenen Vogelgrippe. Schnelle Reaktion, landesweite Desinfektion und Bewegungseinschränkungen sind essenziell, um die Ausbreitung zu minimieren. Zielgerichtete Kontrollen von Betrieben mit Bestandsänderungen und innerhalb derselben Unternehmensgruppe helfen, Biosicherheitslücken zu schließen. Auch künftig werden datenbasierte Risikobewertungen, verstärkte Vor-Ort-Maßnahmen und die aktive Mitwirkung der Geflügelhalter entscheidend für eine effektive Bekämpfung der Vogelgrippe sein.