Die südkoreanische Regierung hat beschlossen, zur Förderung der Verwaltungsintegration zwischen Metropolregionen jährlich bis zu 5 Billionen Won und insgesamt bis zu 20 Billionen Won über vier Jahre bereitzustellen. Diese Maßnahme ist Teil einer nationalen Strategie, die Entwicklung von einer Hauptstadt-zentrierten zu einer regional geführten Wachstumsstruktur zu verlagern. Premierminister Kim Min-seok betonte am 16. Januar, dass die ausgewogene regionale Entwicklung eine Überlebensstrategie für eine nachhaltige Zukunft sei. Die neuen Sonderstädte erhalten einen Status, der dem von Seoul entspricht, und profitieren von einer bevorzugten Verlagerung öffentlicher Institutionen sowie Maßnahmen zur Industriebelebung.
Zur Unterstützung der Sonderstädte plant die Regierung die Einführung neuer Finanzhilfen und die Umverteilung nationaler Ressourcen. Die Sonderstädte erhalten finanzielle Autonomie, um lokale Projekte eigenständig zu planen und umzusetzen. Die Zahl der stellvertretenden Bürgermeister wird auf vier erhöht und deren Rang auf Vize-Ministerebene angehoben, was die Organisationsstruktur stärkt. Schlüsselpositionen wie Feuerwehrchef und Leiter der Planungskoordination werden auf höchster Ebene besetzt und die Personalverwaltung wird flexibler gestaltet.
Bei der zweiten Phase der Verlagerung öffentlicher Institutionen im Jahr 2027 werden die Sonderstädte bevorzugt berücksichtigt, wobei die Auswahl der Institutionen nach regionalen Präferenzen und industriellen Bedingungen erfolgt. Auch Aufgaben nationaler Sonderverwaltungsbehörden werden übertragen. Um ein unternehmensfreundliches Umfeld zu schaffen, bietet die Regierung Beschäftigungszuschüsse, Ausbildungsförderung, reduzierte Grundstücksmieten und Steuererleichterungen. Zudem werden spezielle Förderzonen wie Investitions- und Kulturindustriezonen steuerlich weiter begünstigt.
Die Regierung erwartet, dass diese Maßnahmen einen positiven Kreislauf aus regionaler Wirtschaftsförderung, Arbeitsplatzschaffung und gestärkten lokalen Finanzen in Gang setzen. Premierminister Kim unterstrich, dass regional geführtes Wachstum eine Schlüsselstrategie für die nationale Entwicklung sei und die Integration der Schlüssel zur Verwirklichung echter lokaler Autonomie. Eine neue Taskforce mit zwölf Mitgliedern aus Verwaltung und Wissenschaft wurde ins Leben gerufen, um die finanziellen Rahmenbedingungen für regionales Wachstum zu verbessern. Stabschef Yoon Chang-ryeol betonte die Bedeutung eines ausgewogenen Verhältnisses von finanzieller Autonomie und Verantwortung und kündigte weitergehende Maßnahmen zur Stärkung der Bürger- und Lebensraumautonomie an.
Die neue Politik der südkoreanischen Regierung geht weit über eine bloße Verwaltungsreform hinaus und stärkt die Eigenständigkeit und Durchsetzungskraft lokaler Regierungen. Die Kombination aus umfangreicher finanzieller Unterstützung, Verlagerung öffentlicher Institutionen und gezielten Industrieanreizen dürfte Abwanderungstendenzen entgegenwirken, die regionale Wirtschaft beleben und hochwertige Arbeitsplätze schaffen. Die gestärkte finanzielle Unabhängigkeit und Umsetzungskompetenz der Regionen ist ein entscheidender Schritt zur Entlastung der Hauptstadtregion und zur Förderung einer ausgewogenen nationalen Entwicklung.