Die südkoreanische Regierung hat eine umfassende Untersuchung zu mutmaßlichem Mietbetrug und verdächtigen Immobiliengeschäften in Seoul und Gyeonggi eingeleitet. Am 14. fand im Regierungskomplex Seoul die fünfte Sitzung des Koordinationsrats zur Bekämpfung illegaler Immobilienaktivitäten statt, bei der der aktuelle Stand und die Pläne der Ermittlungen und Kontrollen durch verschiedene Behörden überprüft wurden. Im Fokus standen die geplanten Schwerpunktuntersuchungen und Ermittlungen im ersten Quartal 2024 sowie die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Behörden. Alle teilnehmenden Institutionen waren sich einig, dass illegale Aktivitäten die Marktordnung und Wohnstabilität gefährden, und sagten entschlossenes Vorgehen und verstärkte Kooperation zu.
Das Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr setzt die bereits im Vorjahr begonnenen Untersuchungen zu auffälligen Wohnungs- und Immobilientransaktionen in Seoul und Gyeonggi fort und plant, die Überprüfung der im zweiten Halbjahr 2023 gemeldeten Geschäfte abzuschließen. Die nationale Steuerbehörde führt eine vollständige Überprüfung von Luxuswohnungs- und Schenkungsgeschäften durch und kontrolliert insbesondere verdächtige Finanzierungsquellen bei Käufern unter 30 Jahren. Die nationale Polizei hat von 17. Oktober 2023 bis 15. März 2024 eine Sonderaktion durchgeführt, bei der 13 Personen wegen Mietbetrugs festgenommen und 844 Verdächtige in 351 Fällen überstellt wurden. Die Finanzaufsicht plant thematische Prüfungen bei 166 Genossenschaftsbanken mit Fokus auf Kreditvergabe und Vor-Ort-Kontrollen.
Das Ministerium betreibt ein zentrales Meldesystem für illegale Immobilienaktivitäten, um echte Käufer zu schützen, und wird im ersten Quartal gezielte Untersuchungen zu gemeldeten Verdachtsfällen einleiten. Die Steuerbehörde verstärkt zudem die Kontrolle von Schenkungen, Bargeldgeschäften und Transaktionen unter Verwandten in teuren Bezirken wie Gangnam und Mapo-Yongsan-Seongdong. Die Polizei konzentriert ihre Ermittlungen auf marktstörende Aktivitäten in Seoul und der Metropolregion und legt regionale Schwerpunkte je nach Sicherheitslage fest. Die Finanzaufsicht setzt die im Vorjahr entwickelten Prüfstandards in den diesjährigen Themenprüfungen um.
Auch künftig will die Regierung die Überwachung von Transaktionen und Steuerhinterziehung in Regionen mit steigenden Preisen verstärken, um illegale Aktivitäten frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. Kim Yong-soo, Leiter der Taskforce, betonte eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Immobilienkriminalität, die das Leben von Bürgern und Jugendlichen bedroht. Die Behörden werden weiterhin zusammenarbeiten, um illegale Praktiken zu bekämpfen und einen fairen und stabilen Immobilienmarkt zu schaffen. Diese Maßnahmen gelten als wichtiger Schritt für mehr Transparenz und Vertrauen im südkoreanischen Immobilienmarkt.
Die breit angelegte Initiative der Regierung zur Bekämpfung von Immobilienkriminalität stärkt Transparenz und Vertrauen im Markt. Durch datenbasierte Analysen und die Zusammenarbeit der Behörden lassen sich betrügerische Aktivitäten effektiver aufdecken und verhindern. Der Einsatz von KI-gestützter Anomalieerkennung und zentralen Meldesystemen kann die Früherkennung und Prävention weiter verbessern und so die Grundlage für einen gesunden Immobilienmarkt schaffen.