Das Ministerium für Planung und Haushalt und das Ministerium für Wissenschaft und IKT haben beschlossen, ab diesem Jahr einen ständigen Rat für das Forschungs- und Entwicklungsbudget (R&D) einzurichten. Ziel dieser Maßnahme ist es, durch erweiterte gegenseitige Beteiligung bei der Verteilung und Anpassung des R&D-Budgets die Fachkompetenz und finanzielle Effizienz zu steigern. Mit der Gründung des Planungsministeriums wird die Zusammenarbeit verstärkt, um die Effizienz und Konsistenz der R&D-Investitionen zu erhöhen. Bisher erfolgte die Kommunikation zwischen den Ministerien meist informell, was systematische Diskussionen erschwerte.
Das gesamte R&D-Budget Südkoreas beträgt 2024 35,5 Billionen Won, davon entfallen 85,3 % (30,5 Billionen Won) auf das Innovationshauptquartier des Wissenschaftsministeriums, das die Verteilung und Anpassung vornimmt. Das Planungsministerium erstellt daraufhin den endgültigen Haushaltsplan. Künftig wird ein ständiger Rat auf Direktionsebene monatlich tagen, um Schwerpunkte der staatlichen R&D-Investitionen, Effizienzsteigerungen und neue Projekte zu diskutieren. Auch Beratungen auf Vize-Ministerebene sind geplant, um die Zusammenarbeit stabiler und vorhersehbarer zu gestalten.
Beide Ministerien werden ihre gegenseitige Beteiligung am Haushaltsprozess ausweiten. Das Planungsministerium nimmt an der Erstellung der Verteilungs- und Anpassungspläne des Innovationshauptquartiers teil und ist auch in die detaillierte Prüfung der R&D-Projekte durch Expertengremien des Nationalen Wissenschafts- und Technologiebeirats eingebunden. Im Haushaltsprozess werden die Meinungen des Innovationshauptquartiers über den ständigen Rat berücksichtigt. Das Managementsystem für neue Projekte wird verbessert, nicht geprüfte Neuanträge werden grundsätzlich eingeschränkt.
Diese Verbesserungen gelten ab dem nächsten Haushaltsjahr. Beide Ministerien wollen eng zusammenarbeiten, um die Effizienz der R&D-Investitionen zu steigern. Nur bei national wichtigen oder dringenden Projekten sind Ausnahmen möglich, die einer gründlichen Prüfung durch den Beirat unterliegen. Die Änderungen sollen die Verantwortung und Transparenz bei R&D-Investitionen stärken. Das Planungsministerium und das Wissenschaftsministerium werden weiterhin die jeweiligen Rollen respektieren und die Zusammenarbeit kontinuierlich ausbauen.