[2026-01-14]Südkoreanisches Finanzamt startet Initiative zur zentralen Einziehung von 284 Billionen Won an Nichtsteuer-Einnahmen

Am 12. Juni 2024 veranstaltete die koreanische Steuerbehörde (NTS) im Sejong-Regierungskomplex die Gründungszeremonie für die Taskforce zur einheitlichen Erhebung von Nichtsteuer-Einnahmen. Ziel ist es, ein einheitliches System zur Erhebung von Nichtsteuer-Einnahmen im Umfang von 284 Billionen KRW zu schaffen. Diese Einnahmen umfassen unter anderem Bußgelder für unlauteren Handel, Umweltabgaben und Nutzungsgebühren für staatliches Eigentum und werden derzeit von verschiedenen Ministerien nach über 300 Gesetzen separat verwaltet und erhoben. Die fragmentierte Verwaltung führt zu Unannehmlichkeiten für Bürger, Doppelarbeit und Ineffizienzen. Die Gründung der Taskforce ist eine Folge des Präsidentenauftrags im Rahmen des NTS-Arbeitsberichts 2026, die einheitliche Verwaltung der Nichtsteuer-Einnahmen zügig umzusetzen.

Ende 2024 belaufen sich die Nichtsteuer-Einnahmen auf 284 Billionen KRW und sind damit fast so hoch wie die Steuereinnahmen von 337 Billionen KRW – ein zentraler Pfeiler der Staatsfinanzen. Die ausstehenden Nichtsteuer-Einnahmen stiegen von 19 Billionen KRW im Jahr 2020 auf 25 Billionen KRW im Jahr 2024, was auf unterschiedliche Erhebungsprozesse und begrenzten Informationsaustausch zwischen den Behörden zurückzuführen ist. Länder wie die USA und Großbritannien betreiben bereits zentrale Erhebungsstellen, und auch Korea hat durch die einheitliche Erhebung von lokalen Nichtsteuer-Einnahmen und Sozialversicherungsbeiträgen positive Erfahrungen gemacht. Die Steuerbehörde erwartet, dass die zentrale Erhebung die Verwaltung von Rückständen verbessert und durch integrierte Datenanalyse die Effizienz der Einnahmenerhebung deutlich steigert.

Die Befugnis zur Festsetzung der Nichtsteuer-Einnahmen bleibt bei den einzelnen Ministerien, die Erhebung und Verwaltung wird jedoch von der Steuerbehörde zentralisiert, was die Zahlungsabwicklung für Bürger erheblich erleichtert. Die Steuerbehörde wird gemeinsam mit den zuständigen Ministerien die Systeme und Prozesse sorgfältig vorbereiten und die einheitliche Erhebung schrittweise umsetzen, um die Stabilität der Staatsfinanzen und die Bürgerfreundlichkeit zu erhöhen. Nach der Änderung des Nationalen Forderungsverwaltungsgesetzes durch das Finanzministerium wird die Steuerbehörde den Stand der Rückstände prüfen und die zügige Verabschiedung des Gesetzes zur einheitlichen Erhebung aktiv unterstützen. Zudem werden Personal und Budget beantragt, IT-Systeme integriert und Arbeitsprozesse gestaltet, um eine reibungslose Umsetzung zu gewährleisten.

Steuerkommissar Kwang-Hyun Lim betonte, dass die einheitliche Erhebung nicht nur eine Zusammenlegung von Aufgaben sei, sondern eine verantwortungsvolle Verwaltung der gesamten Staatseinnahmen und eine Verbesserung der Bürgerfreundlichkeit. Er forderte die Taskforce auf, die Erfahrungen aus der Praxis und die Perspektiven der Bürger in die Systemgestaltung einzubeziehen. Bei erfolgreicher Umsetzung wird erwartet, dass die Stabilität der Staatsfinanzen und die Zahlungsfreundlichkeit für Bürger deutlich steigen. Die Steuerbehörde wird weiterhin mit den Ministerien zusammenarbeiten und die rechtlichen und administrativen Grundlagen stärken, um die Vorteile der einheitlichen Erhebung zu maximieren.


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