Im Frühjahr 2025 wurde das Dorf Togat in Wonrim 2-ri, Andong, Gyeongbuk, von einem verheerenden Waldbrand vollständig zerstört. Die obdachlosen Bewohner lebten in provisorischen Unterkünften und versammelten sich im Gemeindehaus, um gemeinsam den Wiederaufbau zu organisieren. Die Jugend-Fotogruppe ‚Localgraphy May‘ besuchte das Dorf regelmäßig, baute enge Beziehungen zu den Älteren auf und teilte den Schmerz der Katastrophe. Durch ihre kontinuierliche Präsenz öffneten sich die Bewohner und stärkten das Gemeinschaftsgefühl.
Der Waldbrand am 22. März 2025 verwüstete 99.289 Hektar in fünf Landkreisen: Uiseong, Andong, Cheongsong, Yeongyang und Yeongdeok. Auch Togat Village war betroffen, glücklicherweise gab es keine Todesopfer. Die Regierung stellte provisorische Unterkünfte bereit, und etwa 40 Bewohner kehrten ins Gemeindehaus zurück, um gemeinsam zu leben und den Wiederaufbau voranzutreiben. Das Innenministerium startete im September 2025 das ‚Projekt zur Aktivierung von Jugendgemeinschaften in Waldbrand-Katastrophengebieten‘ und wählte zehn Jugendteams zur Unterstützung aus. Localgraphy May half bei der Unterstützung der Betroffenen, der Katastrophendokumentation, der Dorfpflege sowie bei psychologischen und kulturellen Programmen und trug wesentlich zur Erholung bei.
Aktivistin Minji Choi und Fotograf Jaegak Lee sowie die Mitglieder von Localgraphy May näherten sich den Bewohnern zunächst vorsichtig, teilten Mahlzeiten und bauten allmählich Vertrauen auf. Dorfvorsteherin Soonja Cho zeigte sich dankbar für die beständigen Besuche der Jugendlichen. Das Team organisierte Fotoshootings und Zeichenstunden, half den Älteren, Erinnerungen an verlorene Häuser wiederzubeleben und dokumentierte den Wiederaufbau. Diese Aktivitäten förderten die Heilung und sorgten für eine positivere Atmosphäre im Dorf. Bei einer Ausstellung konnten die Bewohner ihre Geschichten und Bilder bewundern und ihre Dankbarkeit ausdrücken.
Die Verbindung zwischen Localgraphy May und Togat Village geht über die reine Dokumentation hinaus und hinterlässt eine wertvolle Bindung. Minji Choi betonte die Bedeutung anhaltender öffentlicher Aufmerksamkeit, damit die Waldbrandkatastrophe nicht in Vergessenheit gerät. Die Jugendlichen planen, auch 2026 weiterhin die Wiederaufbauarbeiten zu dokumentieren und Ausstellungen zu organisieren, selbst nach Abschluss des offiziellen Projekts. Ihr Engagement bietet ein neues Modell für die Wiederherstellung von Gemeinschaften und unterstreicht die wichtige Rolle der Jugend bei der Katastrophenbewältigung.