Das südkoreanische Verteidigungsministerium kündigte mehrere Maßnahmen zur Wiederherstellung einer „Volksarmee“ auf der Grundlage demokratischer Werte an. Dazu gehören die Stärkung der institutionellen Kontrolle sowie die Reform der Militärgeheimdienste. Auch die Modernisierung der Streitkräfte durch KI und fortschrittliche Technologien steht im Fokus, darunter die Verbesserung des koreanischen 3-Achsen-Abschreckungssystems und die Ausbildung von 500.000 Drohnenkämpfern.
Zu den institutionellen Reformen gehört die Überarbeitung von neun Artikeln des Kriegsrechtsgesetzes ohne Verfassungsänderung, um Vorfälle wie den illegalen Ausnahmezustand vom 3. Dezember zu verhindern. Auch das Militärdienstgesetz wurde geändert, um die Verpflichtung der Soldaten zur Verteidigung der Verfassung zu verankern. Die Reorganisation des Konteraufklärungskommandos wurde unter einem gemeinsamen zivil-militärisch-regierungsübergreifenden Ausschuss abgeschlossen.
Im Bereich der Modernisierung wurde das Verteidigungshaushalt für 2026 um 21,3 Prozent auf 8,8 Billionen Won erhöht, um Aufklärungssatelliten, Aegis-Zerstörer und Hochleistungsraketen bereitzustellen. Es wird angestrebt, die Raketenleistung zu verbessern und die Stückzahlen während der laufenden Amtszeit zu erhöhen. Zudem sollen neue Fähigkeiten wie der Jäger KF-21, das Raketenabwehrsystem Cheongung-II und Transportflugzeuge vom Typ C-130H hinzugefügt werden.
Zur Förderung einer intelligenten Armee werden alle Soldaten im Umgang mit Drohnen ausgebildet, ein Ereignis namens „Korea Drone Workshop“ zur Förderung ziviler Innovation veranstaltet und unbemannte Kampfsysteme wie Angriffsdrohnen und Kamikazedrohnen angeschafft. Der KI-Haushalt im Verteidigungsbereich wird auf 124,4 Milliarden Won erhöht und die Datenmanagementfähigkeiten im gesamten Militär verbessert.