[2025-12-19]Südkorea stärkt System zur Lösung kollektiver Konflikte

Die Nationalkommission für Bürgerrechte in Südkorea plant den Aufbau eines umfassenden staatlichen Systems zur schnellen Lösung kollektiver Bürgerbeschwerden. Dazu gehören die Einrichtung eines Konfliktmediationsausschusses sowie der Ausbau digitaler Plattformen auf Basis von Künstlicher Intelligenz zur Verbesserung der Bürgerdienste.

Im Rahmen ihres Geschäftsberichts für 2026 gab die Kommission bekannt, dass sie die Anzahl der an die Notrufnummer 110 angeschlossenen Institutionen von 150 auf 697 bis zum zweiten Halbjahr 2026 erweitern wird. Zudem konzentriert sie sich auf die Lösung alltäglicher Probleme wie Entschädigungen nach Naturkatastrophen, Stärkung sozialer Sicherheitsnetze und Chancengleichheit bei Einstellungsverfahren.

Im Justizbereich wird die Kommission die Modernisierung des Systems für Verwaltungsbeschwerden vorantreiben. So sollen benachteiligte Personen künftig einfacher kostenlose Rechtsvertretung erhalten und ab dem ersten Halbjahr 2026 an Verhandlungen per Videokonferenz von jedem Ort im Land teilnehmen können.

Zur Bekämpfung von Korruption sollen Gesetze wie das Gesetz gegen unangemessene Bestechungsversuche und das Gesetz zur Vermeidung von Interessenkonflikten bei Beamten überarbeitet werden. Auch der Schutz von Whistleblowern wird verstärkt, und es wird eine Integritätsbildung für kommende Generationen eingeführt, um Südkorea unter den 20 saubersten Ländern im Corruption Perceptions Index (CPI) zu platzieren.


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