Die Regierung weitet das Projekt ‚Sonneneinkommensdörfer‘ landesweit aus, um die Energieautarkie und die Einkommen der Bewohner durch die Installation von gemeinschaftlich betriebenen Solarkraftwerken zu erhöhen. Das Ministerium für Inneres und Sicherheit kündigte auf einer Kabinettssitzung am 16. Oktober an, dass eine umfassende Unterstützung auf Regierungsebene für dieses Projekt in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und ländliche Angelegenheiten sowie dem Ministerium für Klima, Energie und Umwelt umgesetzt wird.
Das Modell der ‚Sonneneinkommensdörfer‘ ermöglicht es den Gemeinschaften, Solarkraftwerke auf ungenutzten Flächen, landwirtschaftlichen Flächen und Stauseen zu installieren und zu betreiben, wobei die Gewinne aus der Energieerzeugung unter den Bewohnern geteilt werden. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Energiewende zu erreichen, die lokalen Einkommen zu steigern und die Gemeinschaften zu revitalisieren. Ein bemerkenswertes Beispiel ist die Genossenschaft ‚Hae-bit Dure Power Cooperative‘ in Gwang-ri, Sejongdaewang-myeon, Yeoju-si, Gyeonggi-do, wo die Bewohner Solarkraftwerke in Lagerhäusern und Parkplätzen installiert haben und die Einnahmen nutzen, um kostenlose Mittagessen bereitzustellen und Gemeinschaftsbusse zu betreiben.
Um diese erfolgreichen Beispiele landesweit auszudehnen, plant die Regierung die Einrichtung eines umfassenden Unterstützungssystems, das die Grenzen der bisher von verschiedenen Ministerien separat durchgeführten Gemeinschaftssolarprojekte überwindet. Eine neue Regierungsorganisation namens ‚Fördergruppe für Sonneneinkommensdörfer‘ wird unter der Aufsicht des Ministers für Inneres und Sicherheit eingerichtet. Diese Gruppe wird die Planung und Bewertung des Projekts koordinieren, mit der Beteiligung relevanter Ministerien, lokaler Regierungen und verschiedener öffentlicher Institutionen.
Die Regierung wird auch die Verbindung von Energiesystemen, die Beschaffung von Grundstücken und die Finanzierung des Projekts unterstützen. Die Änderung von Gesetzen wird gefördert, um die vorrangige Verbindung der Sonneneinkommensdörfer mit dem Stromnetz zu ermöglichen, und die Installation von Energiespeichersystemen (ESS) in Gebieten mit begrenzter Netzkapazität wird unterstützt. Darüber hinaus werden Genehmigungen und Gebührenermäßigungen für die Nutzung öffentlicher Flächen gewährt und langfristige, zinsgünstige Darlehen angeboten, um die Anfangsinvestitionslast der Bewohner zu verringern.